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Donnerstag, 8. August 2019

Im Garten der Kreativität, der Baum der Poesie


Kurz bevor ich in dieses Leben inkarnierte, führte mich ein Engel in den Garten der Kreativität. Dort erschien eine Fee. Sie war die Wächterin dieses Gartens. Die Fee führte mich zu einem Baum. „Was denkst Du, liebe Seele, was dies für ein Baum ist?“, fragte sie mich prüfend. „Ich habe keine Ahnung, liebe Fee.“, gab ich wahrheitsgemäß zur Antwort. „Es ist der Baum der Poesie. Die Worte sind seine Früchte. Manche sind wohl bekömmlich, manche sauer, oder sogar bitter und einfach unbekömmlich. Wenn Du in Dein neues Erdenleben gehst, wirst Du besonders vom Baum der Poesie und seinen Früchten gesegnet sein. Du wirst einen ganzen Korb seiner Früchte mit in Dein Erdenleben nehmen.“ Dann kurzes Innehalten, um die Worte der Wächterin wirken zu lassen. Schließlich sprach die Fee weiter: „Jeder Mensch bekommt Früchte vom Baum der Poesie als Mitgift ins Leben, sind diese doch für den Sprachgebrauch sehr wichtig. Aber jene Menschen, die sich dazu entscheiden, Worte auf literarische und poetische Weise zu nutzen, sind auf besondere Weise vom Baum der Poesie und seinen Früchten gesegnet.“
Kaum hatte die Fee zu Ende gesprochen, kam ein Windstoß. Der Baum der Poesie verlor eine Menge Blüten und hüllte mich ganz und gar in das Blütenmeer ein. Jener Engel, der mich in den Garten der Kreativität geführt, und die Fee, die mich in Empfang genommen hatte, beobachteten das Spektakel mit Freude, nahmen sich an den Händen und tanzten in der Luft, dabei riefen sie: „Blütenregen, reichlicher Segen, sei mit Dir, jetzt und hier!“ Dann stellte die Fee einen großen Korb unter den Baum der Poesie, schüttelte ihn leicht, und der Baum merkte, dass es an der Zeit war, seine Früchte abzuwerfen. Keine Frucht fiel daneben. Alle Früchte landeten sicher in jenem großen Korb, der darunter bereit stand. Wieder jubelten der Engel und die Fee. Und kaum hatte sich der Baum seiner Früchte entledigt, wuchsen schon wieder neue Früchte. Die Fee lächelte und meinte: „Die neuen Früchte sind bereit, für die nächste Seele, die da kommen möge. Du aber, liebe Menschenseele, die Du jetzt hier bist, gehe weise um, mit diesen Früchten.“ Bevor ich etwas erwidern konnte, legte mir der Engel eine Hand auf die Schulter und sagte: „Das wird sie gewiss tun, liebe Fee, unsere zukünftige Herzpoetin.“
Nun mögt Ihr, die Ihr dies gelesen, oder gehört habt, vielleicht fragen: „Woher hat sie dieses Wissen, was vor ihrer Inkarnation geschah?“ Nun, diese Frage ist zwar durchaus berechtigt, aber ich kann sie Euch rational nicht beantworten. Wohl hat es mir meine Seele selbst erzählt, als ich in einem Zustand zwischen Wachen und Schlafen war.
08.08.2019

Version zum Anhören auf Youtube (kann minimal von der schriftlichen Version abweichen):

Dienstag, 11. Juni 2019

Nestus und Nuria - eine Zwergenkurzgeschichte

Nestus und Nuria
eine Zwergen-Kurzgeschichte

"Nuria, lauf nicht in den Wald!", rief die Mutter. "Ich will aber!", meinte Nuria. Die Mutter erwiderte: "Alleine gehst Du mir nicht in den Wald, dafür bist Du noch zu klein."
Großmutter mischte sich ein und entgegnete: "Lass Nuria gehen. Wie Du und Deine Schwester noch Kinder wart, Ihr seid oft den ganzen Tag im Wald gewesen und Abends wieder heim gekommen. Und wenn Nuria groß ist, wird sie ihren eigenen Weg gehen.so viel ist fix. Du kannst sie nicht ewig beschützen." Also gab die Mutter doch das Okay, aber Nuria musste versprechen, bei Einbruch der Dunkelheit wieder zurück zu sein.
Freudig lief Nuria in den Wald. Eine Zeit lang folgte sie dem Waldweg. Doch dann sah sie abseits des Weges einen Höhleneingang. Neugierig nahm Nuria die Abweichung vom sicheren Waldweg in Kauf.
Nun stand das Mädchen vor dem Höhleneingang. "Ah, ein Menschenkind!", rief eine piepsige Stimme aus der Höhle. Nuria erschrak. "We... we... wer ist da?", stammelte sie. Niemand antwortete. Vorsichtig ging sie weiter. "War das eine sprechende Maus?", fragte sie sich und musste lachen.
Der Weg begann, enger zu werden. Obwohl sie noch recht klein war, musste Nuria auf allen Vieren in die Höhle kriechen. "Hallo sprechendes Mäuschen, wo bist du!?", rief sie lachend und es hallte.
"Halt! Nicht weiter kriechen, Menschenkind.", hörte Nuria erneut die Stimme. Sie setzte sich auf den Boden und wartete ab, was nun geschehen sollte. Da tauchte ein Männchen auf und sagte: "Grüß Dich. Ich bin Zwerg Nestus. Dies ist ein Zwergenhaus. Wärest Du weiter gekrabbelt, wärest Du in unsere Privaträume gekommen. Die zeige ich Dir allerdings erst, wenn wir uns besser kennen. "Zwerg? Mama meinte einmal, Zwerge, Feen und Elfen gibts gar nicht, nur im Märchen." Nestus meinte seufzend: "Viele Erwachsene haben den Zugang zur Natur verloren. Sie halten nur das für wahr, wass sie sehen, und wissenschaftlich begründen können. Wenn ich Dir einen Rat geben darf, bewahre Dir stets ein Stück Kindheit, auch wenn Du bereits erwachsen bist." "Danke, Nestus, das mache ich. Ich bin übrigens Nuria." "Oh, was für ein schöner Name!", rief Nestus.
Für heute war die Zeit des Abschieds gekommen. Nuria versprach, wieder zu kommen. Nestus überreichte ihr ein Säckchen. "Grabe diese 4 Kartoffeln im Garten ein. Eine im Osten, die Zweite im Westen, Nr. 3 im Süden, und Nr. 4 im Norden." Nuria bedankte sich artig, verabschiedete sich und kehrte um.
Zuhause angekommen zeigte Nuria der Mutter sogleich die Kartoffeln. Am nächsten Morgen gruben Mutter und Tochter sie ein.
Die Kartoffeln verwandelten den Garten. Blumen und Pflanzen blühten üppiger, und die Obstbäume/Sträucher trugen so viele Früchte, wie nie zuvor. Einen Teil davon konnte die Mutter sogar am Markt verkaufen, und zu Marmeladen verarbeiten. Dies sicherte Mutter und Tochter ein zusätzliches Einkommen. Sie hatten es gut, waren sie doch stets unter dem Schutz der Naturwesen.

11.06.2019

Alternativ auf Soundcloud

Sonntag, 21. April 2019

Das kleine Licht und das große Feuer

Gestern Abend waren wir in der Ostermesse in der Christkönigskirche. Dort war vor der Kirche ein Osterfeuer.
Jede/jeder bekam ein kleines Kerzlein und nachdem der Priester das Osterfeuer gesegnet hatte, konnte man die Kerzchen am großen, gesegneten Osterfeuer entzünden. Danach zogen die Leute mit den Lichtern in die Kirche ein. Mich hat dies zu einem Text, zu einer kleinen Geschichte inspiriert:

Das kleine Licht und das große Feuer
Das kleine Licht einer Kerze wurde am Feuer angezündet. Nein, es waren viele solcher kleiner Kerzen, die an diesem Feuer angezündet wurden.
Ein kleines Licht fragte den großen Geist des Feuers:
„Ach, was kann ich, als kleines Licht denn schon ausrichten?“
Der Geist des Feuers antwortete knisternd:
„Na, sieh Dich mal um, kleines Licht. Sieh nur, sieh, hier sind lauter kleine Lichter, die meinen Segen, den Segen des großen Feuerlichtes bekommen haben.“
„Ja und?“, fragte das kleine Licht weiter.
„Ganz allein magst Du Dir vielleicht klein und schwach vorkommen, aber all Ihr kleinen Lichter seid alle gemeinsam etwas Großes. Und denk Dir nur, wer Dich, Du Liebes Licht einmal entzündet hat, kann viele weitere Kerzenlichter mit Deiner Flamme entzünden. Das, was ich, das große Feuer kann, könnt Ihr Kleinen Lichter genauso gut.“
Jetzt freute sich das kleine Licht und sagte: „Oh danke, Du großer, gütiger Geist des Feuers.

So ist das auch bei den Menschen. Als Einzelner fühlt man sich vielleicht manchmal klein und schwach, aber wenn wir uns in Freude, Frieden und Liebe verbinden, wird aus einzelnen kleinen etwas Großes, ein großes Licht.


Ich wünsche Euch allen noch schöne Ostertage.

Donnerstag, 21. Februar 2019

Über Engelsflügel, die man nur mit dem Herzen sehen kann...

Ich meinte zu ihm:
„Du bist ein Engel auf Erden.“
Er erwiderte:
„Aber ich hab doch keine Flügel.“
„Oh doch, mein Lieber,
Du hast Flügel.
Es sind Engelsflügel,
die man nur mit dem Herzen sehen kann.“

21.02.2019

Ein Baum namens George

Ein Baum namens George

Wie so oft stand sie im Garten bei dem Baum, den sie so gern hatte.
Auf eine meditative Art und Weise praktizierte sie eine sehr innige Verbindung zur Natur, und eben dieser Baum war für sie ein guter Freund geworden.
Ihre Hände lagen sanft auf dem Baumstamm. In Gedanken fragte sie den Baum: „Wie heißt Du eigentlich?“
Die Verbindung zwischen Baum und Mensch war innig, und die Kommunikation funktionierte gut.
Kurz nach ihrer Fragestellung hatte sie auch schon einen Namen im Kopf: „George“
„Wieso gerade George?“, fragte sie sich.
In der Wohnung suchte sie im Internet nach der Herkunft und Bedeutung des Namens. George/Georg kommt aus dem Griechischen, Georgios, was soviel wie Landwirt oder Erdbearbeiter bedeutet.
Nun leuchtete es ihr ein. Von ihrem Baumfreund George ging immer eine besondere Energie aus, so etwas Erhabenes, aber nicht hochmütig, eine weise und liebevolle Kraft strahlte er aus.
Er als ein Baum war stets mit Mutter Erde über die Wurzeln verbunden. Über die Wurzeln teilte er die wunderbare Lebensenergie von Mutter Erde mit den anderen Bäumen im Garten.
Von oben, von Vater Sonne kam über seine Krone Sonnenlicht in seinen Stamm. Ein Teil der Sonnenenergie wurde wieder an die anderen Bäume unterirdisch über die Wurzeln verteilt, und der zweite Teil floss über seine Wurzeln ab zu Mutter Erde.
George war also Erdarbeiter, indem er alle anderen Bäume mit Lebensenergie versorgte.
In jedem Fall schien ihr der Name George für ihn passend, da er so was wie eine leitende Funktion hatte. Auch sie durfte stets ihre leeren Akkus wieder bei ihm aufladen. Im Austausch dafür durfte George ihre Liebe in sich aufnehmen, ihre Liebe zur Natur, gepaart mit ihrer Energie der Dankbarkeit.

Das war die Geschichte über eine, etwas andere Freundschaft.

21.02.2019

Freitag, 15. Februar 2019

Prinzessin Glöckchenhell und die Herzenslicht-Libelle - eine Feengeschichte

Prinzessin Glöckchenhell und die Herzenslicht-Libelle
eine Feengeschichte

Es war einmal eine kleine Prinzessin. Wegen ihrer Stimme wart sie von allen stets „Prinzessin Glöckchenhell“ genannt. Und sie hatte auch sonst ein lichtvolles, herzliches Wesen, wie eine Fee eben.
Prinzessin Glöckchenhell liebte ihren Garten, mit all seiner Blumenpracht. Jeder lichtvolle Gedanke, den Prinzessin Glöckchenhell aussendete, manifestierte sich als Blume. Sie alleine hatte also diesen Garten angelegt, an dessen Rand 4 Bäume gepflanzt waren. Diese Wächterbäume trugen die Namen: „Liebe, Dankbarkeit, Hoffnung und Zuversicht. Sie vermittelten Stabilität und Geborgenheit.
Inmitten des Gartens war ein Teich, mit Seerosen. Prinzessin Glöckchenhell saß oft dort in der Sonne, die sich im klaren Wasser des Teiches spiegelte.
An einem schönen Sommertag, nachdem Prinzessin Glöckchenhell voller Freude durch den Gartenhüpfte, ließ sie sich wieder beim Teich, mit den Seerosen nieder. Da sah sie auf einem Seerosenblatt eine Libelle sitzen. Sanft winkte die Prinzessin der Libelle zu, und sogleich erhob sie sich majestätisch, flog auf die Prinzessin zu und nahm auf ihrer Hand platz.
„Wer bist Du?“, wollte die Prinzessin wissen. „Ich? Ich bin eine Libelle, genauer gesagt eine Herzenslicht-Libelle. Du hast mich aus Deinem Herzen, aus dem Licht Deiner Freude heraus erschaffen. Ich bin manifestierte Freude und Leichtigkeit.“ „Oh!“, hauchte Prinzessin Glöckchenhell und fügte hinzu: „Sei willkommen. Mögen der Teich und die Seerosen ein schönes Zuhause für Dich sein.“

Das war die Geschichte von Prinzessin Glöckchenhell und der Herzenslicht-Libelle.

15.02.2019
© by Jacqueline Knapp-Heberling

Mittwoch, 6. Februar 2019

Wie umarmt man einen Engel?

Wie umarmt man einen Engel?

Neulich sprach ich zu meinem Schutzengel:
„Mein Engel, so oft hast Du mir bereits schon geholfen. Du bist immer da, ja, oft spüre ich Deine Anwesenheit, Deine Energie. Ja und immer wieder möchte ich Dich vor lauter Freude und Dankbarkeit umarmen. Aber sag mir, wie umarmt man einen Engel?“
Ich horchte in mich hinein, und mein Engel sagte:
„Wenn Du mich umarmen willst, dann umarme ganz einfach Dich selbst.“
Zuerst verstand ich nicht. Okay, sich selbst umarmen ist ein Akt der Selbstliebe, aber was hat mein Schutzengel davon?
Auch auf diese Frage kam die Antwort prompt:
„Wenn Du Dich umarmst, umarmst Du indirekt auch mich, weil ich immerzu, von Deiner Geburt an mit Dir verbunden bin. Ich bin ein Teil von Dir, als Dein Schutzengel. Verstehst Du es jetzt?“
Ich nickte innerlich und musste lächeln. Schließlich spürte ich eine Wärme, als würde mein Engel mich umarmen.

06.02.2019

Montag, 1. Oktober 2018

Hauki, der Hauskobold

Vorwort:
Für sehr rational denkende Menschen ist die nachfolgende Geschichte, der nachfolgende Erlebnisbericht nicht geeignet. Und für alle anderen, einfach mal vor dem Lesen den Verstand zur Ruhe kommen lassen. :-)

Hauki der Hauskobold

Gestern war ich verwundert darüber, wieso mein Pullover so verdreht und verwurschtelt da lag, wo ich ihn doch den Abend zuvor ordentlich hingelegt hatte.
Ich nahm etwas, bzw. jemanden wahr und mit den inneren Augen sah ich ein kleines Wesen, vielleicht 10-15 Cm groß, mit strubbeligen Haaren und abstehenden Ohren.
„Wer bist Du?“, fragte ich telepathisch. Über das innere Hören vernahm ich ein Kichern, und eine Stimme antwortete schelmisch: „Ich bin Hauki, der Hauskobold. Ich fühle mich in den Häusern und Wohnungen von Menschen wohl. Ich will ihnen mit meinem Schabernack Gelassenheit lehren. Es bringt doch nichts, sich über jede Kleinigkeit zu ärgern.“
Er kicherte wieder. Ich fragte: „Dann hast Du also meinen Pulli so verwurschtelt?“ Er grinste mich schelmisch an und meinte: „Ja, wollte wissen, wie Du reagierst.“
Der Kobold hatte Glück, denn gestern war ich sehr gelassen und gut gelaunt. Er hat sich wahrscheinlich mich für seinen Schabernack ausgesucht, weil ich immer mal wieder ein Nervenbündel bin. Da kann es schon passieren, dass ich wegen jeder Kleinigkeit, die nicht gut läuft, „in die Luft“ gehe.
Hauki sprach weiter: „Ich lasse auch gerne Socken verschwinden, hihihi! Dann beobachte ich ganz genau die Reaktion der Menschen. Ich bin ein ganz pflegeleichter Kobold. Als Schlafplatz benötige ich nur einen, mit Wäsche gefüllten Wäschekorb, oder eine Ablage /einen Stuhl, auf dem ein Kleidungsstück liegt. Wenn ich doch mal in der Natur übernachten muss, lege ich mich ins Gras und decke mich mit Blättern zu.“
Ein witziges Kerlchen. Schließlich fragte ich: „Und gedenkst Du jetzt hier bei uns zu bleiben, bzw. wie lange gedenkst Du hier zu bleiben?“ Offensichtlich hatte er nicht mit dieser Frage gerechnet, dachte kurz nach, ehe er ganz langsam zur Antwort gab:
„Hm, mal sehen, … ich bin mal hier, mal dort, immer wieder an einem anderen Ort. Wir Hauskobolde sind nur selten säßhaft, nur wenn es uns irgendwo besonders gut gefällt. Ansonsten sind wir, … Ihr Menschen würdet uns als Nomaden bezeichnen.“
Dann gingen wir raus. Hauki begleitete uns, sprang und hüpfte wie ein Wirbelwind durch die Gegend, während wir langsam und gemächlich einen Spaziergang machten. Schließlich wurde er müde und ich nahm wahr, wie er sich in eine Wiese legte, und mit Blättern zudeckte, so wie er es beschrieben hatte. Gähnend sprach er: „Geht Ihr nur weiter. Hauki macht jetzt ein Nickerchen.“
Also Leute, wenn Ihr Socken sucht, oder Wäsche unordentlich vorfindet, dann wäre es möglich, dass sich Hauki oder einer seiner Freunde/Kollegen einen Schabernack erlaubt hat. ;-)

Sonntag, 5. August 2018

Zwischen Himmel und Erde - Taulina Morgentau und ihre Freunde, eine Kurzgeschichte

Zwischen Himmel und Erde
Taulina Morgentau und ihre Freunde

Honeya Bienopolus saß auf dem Ast eines Baumes und beobachtete aufmerksam das Bienenvolk, welches gut geschützt unter dem Baum sein Haus hatte. Ein neuer Tag war angebrochen, und das Bienenvolk war kurz vor dem Ausfliegen. Dann war es auch schon soweit. Der Bienenschwarm flog aus. Flink sprang die Bienenelfe vom Ast und schlüpfte ins Bienenhaus, wo sie mit Honig gefüllte Waben vorfand. Die Aufgabe von Honeya Bienopolus war es nicht nur, die Bienen zu beschützen, sondern auch ihren Honig mit wertvoller Energie anzureichern. Dazu setzte sie sich vor den Waben auf den Boden, hielt ihre zarten Hände darüber, und ließ die Energie hineinströmen. Es würde noch eine Weile dauern, bis all die wundervollen Waben ganz und gar mit der lichtvollen Energie angereichert sein werden.
„Guten Morgen!“, ertönte von draußen eine Stimme. Da war jemand vor dem Bienenhaus, jedoch war Honeya Bienopolus gerade dabei, eine der vielen, vielen Honigwaben zu energetisieren und war in einem tranceartigen Zustand. Dann wieder von draußen: „Nanu? Niemand da heute? Die Bienchen schon alle ausgeflogen und das Fräulein Bienenelfe hat wohl verschlafen. Naja was solls, schau ich halt später nochmal vorbei.“
Der Energiestrom hatte für den Moment nachgelassen und Honeya Bienopolus kam aus der Trance zurück. Nun reinigte sie noch das Bienenhaus, ehe sie wieder nach draußen in den Wald flog, um sich etwas in der Morgensonne auszuruhen. Sie landete auf der Wiese und dachte bei sich: „Wann wohl Taulina Morgentau kommt? Das Gras ist noch ganz trocken. - oder … war da nicht was? Mir scheint, dass ich während meiner Arbeit in Trance eine Stimme draußen gehört habe. War sie das?“ Honeya Bienopolus rief: „Taulina Morgentau! Wo bist Du!?“ „Hier bin ich, Schlafmütze!“, rief Taulina Morgentau keck und kam näher. „Guten Morgen! Wieso Schlafmütze? Ich stehe immer pünktlich mit dem Bienenvolk auf und habe heute schon gearbeitet. Du jedoch Taulina bist schlampig und vorlaut. Schau Dir nur das trockene Gras an!“, hielt Honeya ihrer Gefährtin eine Moralpredigt. Taulina Morgentau wurde ganz weiß im Gesicht. „Oh, oh, entschuldigung“, stammelte sie, „ich war besorgt, weil ich Dich nicht angetroffen habe, und dann habe ich doch glatt vergessen, die Wiese vor dem Bienenhaus mit Tau zu besprühen.“ „Schon gut, liebe Taulina, aber bevor Du Dein Näschen in die Angelegenheiten anderer steckst, kehre lieber vor Deiner eigenen Stube.“ „Hab ich schon, Honeya, bevor ich aus dem Haus gehe, mach ich immer sauber.“ Honeya Bienopolus musste laut lachen und Taulina kannte sich nicht aus und fragte: „Was ist los?“ „Liebe Taulina, Du hast mich falsch verstanden, das war im übertragenen Sinne gemeint, so nach dem Motto, bevor sich jemand in die Dinge anderer einmischt, sollte er/sie sich lieber um die eigenen Angelegenheiten kümmern.“, gab Honeya zur Antwort. Taulina nickte und erwiderte: „aha, jetzt verstehe ich. Aber wieso im übertragenen Sinne? Wer muss wem Sinne übertragen? Jedes Wesen hat doch seine eigenen Sinne.“ Jetzt musste Honeya erneut loslachen und sprach: „Weißt Du was, meine Liebe? Mit der Sinnhaftigkeit von bestimmten Worten können wir uns ein Andermal beschäftigen. Jetzt lassen wir die Wortspielereien und Du machst Dich besser an die Arbeit. Ich hör ja schon wie das Gras und die Wiesenblumen nach Wasser schreien.“ „Schon gut, aber geh in Deckung, sonst wirst Du nass, liebe Bienenelfe.“ Honeya nickte Taulina zu und flog auf jenen Baum, der unter sich das Bienenhaus beherbergte. Schon bald darauf war die Wiese herrlich vom Morgentau erfrischt. Honeya Bienopolus sprang vom Baum. Sie trank etwas Tau und wusch sich mit einem nassen Blatt, welches sie als Waschlappen benutzte. Dann aß sie zum Frühstück ein Schälchen Honig. Jeden Tag bekam die Bienenelfe als Lohn und Dank für ihre Arbeit eine bestimmte Ration Honig und Blütenstaub. Honig-Blütenstaubbrei mochte Honeya besonders gerne. Meistens war sie am Morgen mit Taulina Morgentau zusammen, mit der sie meist auch das Frühstück teilte. Dabei führten sie Smalltalk.
„Was machst Du jetzt dann nach dem Frühstück?“, wollte Taulina wissen. „Bei mir steht als nächstes wieder Arbeit, in Verbindung mit Morgensport an. Ich mache einen Rundflug, um Nachschau zu halten, wo sich meine Schutzbefohlenen, die Bienen so rumtreiben. Und was machst Du?“ Taulina Morgentau seufzte und sprach: „Ach, Du kennst Doch Regina Raindrop“, Honeya nickte. „Sie wohnt jetzt in der Stadt, in einem Stadtpark. Sie und ich, wir waren immer gute Freundinnen. Schon lange hat sie mich zu sich eingeladen, aber ich mag die Stadt nicht, und nun habe ich es schon viel zu lange herausgezögert, sie zu besuchen. Ich möchte sie doch so gerne wiedersehen, und jetzt muss ich eben doch in die ungeliebte Stadt fliegen. Am Abend bin ich wieder zurück.“ „Du schaffst das schon, Taulina. Richte ihr bitte schöne Grüße von mir aus.“, erwiderte Honeya. „Mach ich. Seitdem Regina nicht mehr hier wohnt, muss ich immer selber in den Himmel fliegen, um mir bei den Wetterengeln den Tauvorrat auffüllen zu lassen. Das wird heute ein anstrengender Tag für mich, den ganzen Tag unterwegs, und dann komme ich heut Abend auch noch viel später ins Bett als sonst.“ Taulina wirkte bedrückt und Honeya überlegte, wie sie ihr helfen könnte. Sie war immerzu mit ihrem Bienenvolk verbunden. Wenn Honeya beispielsweise eine Extra-Ration Honig benötigte, musste sie zuerst die Bienenkönigin fragen und einen Grund für den zusätzlichen Honigbedarf angeben. Dies kam nicht oft vor, aber heute musste es sein, denn ihre Gefährtin Taulina Morgentau benötigte unbedingt mehr Energie für ihren Tagesausflug. Honeya Bienopolus nahm telepathisch Kontakt zum Bienenvolk, insbesondere zur Bienenkönigin auf, um ihre Bitte vorzubringen. Die Bienen erlaubten Honeya, eine zusätzliche Ration zu nehmen. Die Bienenelfe bedankte sich und sprach zu Taulina: „Warte hier einen Moment, Du bekommst von mir einen Reiseproviant, Honig, er wird Dir zusätzliche Energie schenken. Die Bienenkönigin hat es mir erlaubt.“ „Das ist sehr nett, Honeya, aber beeil Dich bitte, es ist schon höchste Zeit für mich, aufzubrechen.“ Schnurrstracks flog Honeya ins Bienenhaus, fand dort eine kleine, mit Honig gefüllte Wabe, die sehr gut als Reiseproviant geeignet war. Diese wollte sie Taulina mitgeben. Nur wenige Augenblicke später war sie zurück und sah, dass Taulina Morgentau bereits in Aufbruchstimmung war. „Taulina, hier, Dein Geschenk von den Bienen!“, rief Honeya, und überreichte ihr die Wabe. „Danke Dir, Honeya, und entschuldige bitte, dass ich so vorlaut und schlampig war.“ „Schon gut. Guten Flug, liebe Grüße an Regina Raindrop, und komm wohlbehalten zurück Taulina.“, entgegnete Honeya, ehe Taulina davonflog und noch ein „Danke!“, hinterherrief. Honeya Bienopolus sah Taulina Morgentau noch lange nach, ehe sie selbst zu ihrem allmorgendlichen Rundflug aufbrach.
Derweil im Himmel drobn: Einer der Wetterengel, Tauriel, trat vor den lieben Gott und sprach: „Oh Herr, allmächtiger Gott, ich mache mir Sorgen, um unsere Tauverteilerin im Feenwald. Es war wohl nicht die richtige Entscheidung, Regina Raindrop in die Welt der Menschen zu entsenden. Taulina Morgentau ist alleine, ohne ihre Hilfe völlig überfordert.“ Gott sah den Engel gutmütig und verständnisvoll an und antwortete: „Mein Lieber, ich verstehe Dich. Jedoch braucht es Feen und Elfen, ja, es braucht die Naturwesen bei den Menschen, sogar mehr dennje, weil sich immer mehr Menschen wieder rückbesinnen, auf die Natur, und in ihren Städten Gärten und Naturräume schaffen wollen. Das Umweltbewusstsein bei den Menschen steigt, und dies erfordert wiederum die Unterstützung der Naturgeister und Naturengel. Immer mehr Naturwesen erklären sich bereit, mit den Menschen wieder enger zusammen zu arbeiten, was ich, der Schöpfer allen Lebens sehr begrüße. Leider reden noch viele ältere Naturwesen schlecht über die Menschen, was diese Geschöpfe (die Menschen) nicht alles schlecht und falsch machen. Aber dies ist der falsche Ansatz. Diese Naturwesen haben zwar nicht unrecht, mit dem, was sie über die Menschen sagen, aber vielmehr sollten diejenigen hervorgehoben und unterstützt werden, die sich für das Wohl von Mutter Erde einsetzen.“ Tauriel hatte aufmerksam zugehört. Als Gott zu Ende geredet hatte, fragte er: „Und wie können wir Taulina Morgentau entlasten? Es ist für sie sehr mühsam, neben ihrer eigentlichen Arbeit auch noch dafür sorgen zu müssen, dass der Tau zur Erde gebracht wird. Ich habe ihr versprochen, mit Dir, Gott, Rücksprache zu halten, dass wir eine Lösung finden. Der Flug in den Himmel kostet der zarten Elfe so viel Kraft, dass sie dann auf der Erde im Wald bei der Tauverteilung schlampig und unaufmerksam ist. Bei den Menschen würde man von einem beginnenden Burnout sprechen. Also was tun?“ „Tauriel, ich überlege mir eine Lösung bis heut Abend. Danke, dass Du so fürsorglich bist, und das Du mit diesem Problem zu mir gekommen bist.“ Tauriel entgegnete lächelnd: „Gerne, Vater. Das haben Engel so an sich, dass sie fürsorglich sind. Du hast uns so erschaffen.“
Mittlerweile war es Mittag geworden. Honeya Bienopolus zog sich in ihr Zimmer im Bienenhaus zurück, um ein Bisschen auszuruhen. Lange war allerdings nicht Zeit, für das Mittagsschläfchen. Es kam Besuch. Bieniel, der Naturengel, zuständig für die Insekten, so auch für Bienen, hielt Nachschau und wollte Honeya Bienopolus sprechen. „Sei gegrüßt, liebe Honeya Bienopolus. Wie gehts Dir und Deinen Schutzbefohlenen?“, fragte Bieniel. „Soweit ganz gut, Bieniel, jedoch erzählen mir die Bienen, dass die Wiesen und Blumen derzeit Morgens nur unzureichend mit Tau versorgt werden, und heut Morgen habe ich es selbst erlebt, dass Taulina Morgentau vergessen hat, Tau auf der Wiese vor dem Bienenhaus zu verteilen. Ich mache mir Sorgen um Taulina.“ „Ja“, sprach Bieniel mit sanfter Stimme. „Es hat sich schon im Kreise der Naturengel herumgesprochen. Tauriel hat heute mit Gott darüber gesprochen, und bis spätestens Abends soll es eine Lösung geben. Ich, Bieniel habe zu Gott und Tauriel gesagt, dass ich und Dein Bienenvolk insofern helfen können, dass wir Taulina mit genug Nahrung, Honig und Blütenstaub, versorgen. Taulina Morgentau ist schon sehr schmächtig.“ Honeya nickte und gab zur Antwort: „Ich teile schon seit längerer Zeit mein Frühstück mit Taulina, weil sie ja sonst nie was zu sich nehmen würde. Ich wollte ohnehin schon die Bienenkönigin fragen, ob ich zukünftig die doppelte Ration Honig haben darf, um Taulina mit zu versorgen, heute Abend, wenn wir im Bienenhaus beisammen sitzen, werde ich es tun. Heute macht Taulina einen Tagesausflug in die Stadt, zu ihrer Freundin und früheren Kollegin Regina Raindrop, und ich habe ihr, nachdem ich von der Bienenkönigin die Erlaubnis bekam, eine Extra-Ration Honig als Reiseproviant mitgegeben.“ Bieniel erschrak. „Was hast Du eben gesagt? Sie ist unterwegs in die Stadt? Herr des Himmels, hoffentlich schafft sie den Flug hin und zurück. Um in die nächstgelegene Stadt der Menschen zu gelangen, muss sie nämlich den großen See überfliegen, welcher die Welten der Naturwesen, und die der Menschen voneinander trennt. Nur Blubbliel, der Naturengel der Gewässer könnte kurzfristig eine Brücke errichten, aber dafür ist es wohl schon zu spät. Wenn wir nur wüssten, wo Taulina gerade fliegt!“ Honeya Bienopolus vergrub ihr Gesicht in ihren Händen und murmelte: „Ach Mist, den See habe ich komplett vergessen. Hätte ich Taulina nur davon abgeraten, diesen Ausflug anzutreten. Wie dumm von mir!“ „Mache Du Dir keine Vorwürfe. Sie wollte den Besuch einfach nur hinter sich bringen, weil sie nicht gerne in der Stadt ist. Jetzt können wir nur hoffen, dass sie heil am Abend wieder zurück kommt.“, erwiderte Bieniel, ehe er sich verabschiedete und versprach, am nächsten Morgen gleich nach dem Rechten zu sehen.
Langsam wurde es Abend. Die glühende Sonne versank hinter den Bergen des Feenlandes. Taulina Morgentau war gerade auf dem Weg zurück in den Feenwald, flog gerade über dem großen See. Eine Brücke über den gesammten See zu errichten, hätte Blubbliel, der Naturengel der Gewässer in so kurzer Zeit nicht geschafft, aber er bat Libella Regenbogen darum, Taulina Morgentau im Notfall zu helfen. Libella Regenbogen ist eine Fee, eine Vermittlerin und Verbündete, zwischen den Naturreichen im Wasser und an Land und erscheint, wie ihr Name schon sagt, als bunte Libelle.
Als Taulina Morgentau eine Weile über dem See flog, verließen sie langsam die Kräfte. „Ich kann bald nicht mehr! Ich muss irgendwo landen und Rast machen. … Aber wo nur? Nichts als Wasser.“, Dachte sie bei sich. Da tauchte plötzlich wie aus dem Nichts eine Insel mit Seerosen im Wasser auf. „Oh, was für ein Glück!“, jubelte Taulina, näherte sich der Insel, strich über die Blütenblätter einer der Seerosen und bat darum, auf ihr landen und rasten zu dürfen, was auch genehmigt wurde. Beinahe wäre Taulina während der Landung ins Wasser gefallen, aber jemand hielt sie fest, bis sie sicher auf der Seerose Platz genommen hatte. „Grüß Dich, Taulina Morgentau. Ich bin Libella Regenbogen und wurde Dir vom Naturengel der Gewässer, Blubbliel zur Seite gestellt, falls Du Hilfe brauchst. Es kommt auch gleich jemand, der Dich sicher nach Hause bringen wird. „Hab Dank, liebe Libella Regenbogen. Wer kommt mich abholen?“ Libella Regenbogen wollte gerade antworten, da hörte man ein rauschen in der Luft, und wenig später landete ein Schwan auf dem Wasser, direkt neben Taulina Morgentau. „Oh, ein Schwan!“, rief Taulina erfreut aus. Libella Regenbogen lächelte. „Ja, er wird Dich nach Hause bringen. Blubbliel hat ihn für Dich gesandt. Steige auf seinen Rücken, es ist höchste Zeit, dass Du nach Hause kommst. Schon bald wird es ganz dunkel sein.“ Taulina nickte, erhob sich von der Seerose, strich sanft ihre Blütenblätter glatt und schwebte auf den Schwan zu, landete geradewegs auf seinen Rücken. Nun konnte es losgehen, der Schwan erhob sich in die Lüfte, und es dauerte nicht lange, da ließen sie den See zwischen den Welten hinter sich. Kurz bevor es endgültig dunkel war, landete der Schwan mit Taulina Morgentau an einer Waldlichtung, wo Honeya Bienopolus und Engel Tauriel bereits auf sie warteten. „Endlich, da bist Du ja!“, rief Honeya erfreut aus und schloss die erschöpfte Taulina in ihre Arme. Kurz nachdem der Schwan Taulina sicher auf dem Waldboden abgesetzt hatte, flog er mit einem Rauschen wieder davon. Tauriel ergriff das Wort: „Liebe Taulina, Du wirst für ein paar Wochen ins Naturengelzentrum gebracht. Dort gibt es eine Abteilung, wo sich erschöpfte Naturwesen ausruhen, auftanken, und regenerieren können. In der Zeit, wo Du nicht da bist, werde ich Deinen Dienst übernehmen. Gott hat mich darum gebeten. Zudem habe ich erfahren, dass in der Schule des Naturengelzentrums gerade eine Ausbildung läuft, für Naturwesen, die sich dazu entschieden haben, in den Städten der Menschen unterstützend zu wirken. In wenigen Wochen werden die ersten, sogenannten Stadt-Naturwesen ausgebildet sein, und es kann dann durchaus sein, dass Regina Raindrop wieder hierher zurück kommt, um wieder mit Dir zusammen zu arbeiten. Es wird alles gut.“ Während Tauriel die tröstenden Schlussworte sprach, strich er Taulina Morgentau sanft durchs Haar. In diesem Moment brach es aus ihr heraus, Taulina Morgentau weinte bitterlich, so viele Tränen, dass man meinen könnte, es wären Tautropfen. All das, was sich in ihr angestaut hatte, kam jetzt heraus. Während Tauriel ihr noch immer beruhigend übers Haar strich, nahm Honeya Bienopolus Taulina in den Arm.
Honeya hatte gar keine Zeit mehr, sich mit Taulina über den Stadtausflug zu unterhalten. Taulina Morgentau wurde gleich, nachdem sie sich wieder etwas beruhigt hatte, mitgenommen, und ins Naturengelzentrum, in die vorgesehene Abteilung gebracht. Jeden Tag versorgte Engel Tauriel wie versprochen den Wald mit Tau und überbrachte der fleißigen Bienenelfe immer wieder Grüße von Taulina Morgentau. Wenige Wochen später kam Regina Raindrop in den Wald zurück, da eine der neu ausgebildeten Stadtfeen in die Stadt geschickt wurde, um Regina Raindrop‘s Aufgaben dort im Stadtpark zu übernehmen. Und da es noch etwas länger dauerte, bis Taulina Morgentau wieder ganz regenerriert war, arbeiteten Engel Tauriel und Fee Regina Raindrop als Team zusammen. Er lieferte ihr jeden Morgen den Tau vom Himmel, und sie verteilte ihn im Wald. Für Taulina Morgentau war es allerdings eine Überraschung, sie wusste noch gar nichts davon, dass Regina Raindrop wieder im Wald war. Taulina sollte erst davon erfahren, wenn sie von ihrer Erholungskur aus dem Naturengelzentrum wieder auf die Erde kam.
Schließlich war es soweit, Taulina konnte aus der Kurabteilung des Naturengelzentrums entlassen, und von Engel Tauriel zurück zur Erde, in den Feenwald gebracht werden. Inzwischen war es Herbst geworden, wobei die Luft noch mild war. Im Feenwald wurde nach der Ankunft von Taulina Morgentau ein großes Fest gefeiert. Die größte Überraschung für Taulina war aber nicht das Fest, sondern, dass Regina Raindrop tatsächlich wieder in den Wald zurückgekehrt war. Das war ein freudiges Wiedersehen, und ein freudiges Fest.
Nach dem Fest hieß es Abschied nehmen von Honeya Bienopolus. Über den Herbst und Winter verweilt die Bienenelfe im Naturengelzentrum, um sich zu erholen, Energiereserven aufzufüllen, damit sie ab dem nächsten Frühjahr wieder ganz und gar für ihre Schützlinge, die Bienen da sein kann.
Zwischen Himmel und Erde wirken und harmonieren die Lichtwesen und Kräfte der Natur. Dies ist nun das Ende einer abenteuerlichen Feengeschichte.

02.08.2018

Sonntag, 10. Dezember 2017

Die Weihnachtspost-Engel - eine Kurzgeschichte

Jedes Jahr auf’s Neue, arbeiten die Weihnachtsengel in den himmlischen Werkstätten daran, all die vielen, von klein und groß gewünschten Geschenke fertig zu stellen. Einige Weihnachtsengel sind auch auf der Erde, auf den Weihnachts- und Adventmärkten unterwegs, und sorgen für gute Atmosphäre.
Sarah ist 9 Jahre alt. Sie wohnt mit ihren Eltern und ihrem Bruder Moritz irgendwo in Österreich.
Vor gut einem Jahr startete an Sarah’s Schule das Projekt “Brieffreundschaft”, mit einer Schule in Deutschland. Dieses Austauschprojekt fördert schreiben und lesen.
In diesem Jahr möchte Sarah ihrer Brieffreundin Lea zu Weihnachten ein kleines Päckchen mit Geschenken schicken. Gemeinsam mit ihrer Schulfreundin Angela war sie am Weihnachtsmarkt, und die Mädchen konnten für ihre Brieffreundinnen wunderbare, schöne Kleinigkeiten finden.
Einen Tag, bevor dieses wunderbare Weihnachtspäckchen verschickt werden sollte, schrieb Sarah ihren Brief an das Christkind. Unter anderem schrieb sie folgenden Wunsch:
“Ich wünsche mir, dass alle Weihnachtsbriefe, Weihnachtskarten und Weihnachtspäckchen von Engeln begleitet werden, damit sie heil und sicher bei den Empfängern ankommen. Liebes Christkind, Du kannst doch sicher mit dem lieben Gott reden, und dafür sorgen, dass es auch Weihnachtspost-Engel gibt.”
Die Schutzengel sind unmittelbar mit dem Himmel verbunden, und so gab Sarah’s Schutzengel diesen Wunsch direkt an den Himmel weiter, damit er schnellstmöglich umgesetzt werden konnte. Die Schutzengel erhielten den Auftrag, besonders wichtige und dringende Wünsche ihrer Schützlinge, sofort an den Himmel weiter zu leiten.

Im Himmel fand die Idee mit den Weihnachtspost-Engeln große Zustimmung. Und aus seiner göttlichen Liebe heraus, erschuf Gott viele weitere Engel, die bei Bedarf individuell eingesetzt werden können, zum Beispiel in der Weihnachtszeit, als Weihnachtspost-Engel.

03.12.2017

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Sonntag, 5. November 2017

Feengeschichte in Gedichtform - zu Besuch bei der Feenkönigin

Stell Dir vor,
eine Fee,
läd Dich freundlich ein
zum Tee.
Du freust Dich und willst gern
die Fee besuchen,
darfst Dich auch freuen,
auf Kekse und auf Kuchen.
Nun mache Dich
auf den Weg in den Wald,
Du spürst die Natur
und ihre Vielfalt.
Du gehst durch den Wald,
im Einklang mit der Natur,
im Wald ist sie noch so unberührt,
echt und pur.
Verbundenheit, mit allem, was ist,
ein wunderbarer Segen,
plötzlich kommt Dir
ein freundlicher Wichtel entgegen.
“Sei gegrüßt,
Du ahnst sicher schon, was ich bin?
Genau, bin ein Wichtel,
und soll Dich bringen
zur Feenkönigin.”
Du begrüßt den Wichtel,
lässt Dich von ihm führen,
mehr dennje kannst Du die Verbundenheit,
die Kräfte der Natur jetzt spüren.
Der Weg durch den Wald ist lang, Du fragst Dich,
sind wir überhaupt
in der richtigen Richtung?
Doch vertraue dem Wichtel,
der kennt sich aus
endlich erreicht Ihr
eine Lichtung.
Du bist erstaunt, erfreut
und überrascht,
hast bereits einen Blick
aufs Schloss erhascht.
Endlich bist Du
mit Hilfe des Wichtels angekommen,
wirst gleich von der Gastgeberin
persönlich in Empfang genommen.
Es duftet, und schön geschmückt
ist der Salon,
und natürlich auch
der zugehörige Balkon.
Das ganze Schloss ist erfüllt
mit Sonnenlicht,
Ihr setzt Euch zum Tisch,
und die Feenkönigin spricht:
“Es freut mich,
dass Du meiner Einladung
Folge geleistet hast,
genieße die Teezeremonie
und mache Rast.
Später sollst Du
mit meinen Segenswünschen
in die Welt der Menschen
zurückkehren,
dass sich Liebe und Frieden
zwischen Euch Menschen vermehren.
Und möget Ihr Menschen
zum Wohle der Natur stets handeln,
mögen sich Hass und Groll
in Liebe wandeln.
So vieles hat Mutter Erde
Euch zu geben,
seit achtsam,
geht respektvoll um,
mit allem Leben.”
Du nickst nur,
bist sprachlos und gerührt,
hast so viel Wärme und Liebe
in den Worten
der Feenkönigin gespürt.
Duftender Tee
dampft aus den Tassen,
die gesprochenen Worte willst Du noch
auf Dich wirken lassen.
Du genießt die Gesellschaft mit den Feen,
die Teezeremonie,
diesen stimmungsvollen
magischen Ort,
schließlich gibst Du der Feenkönigin
zur Antwort:
“Liebe Feenkönigin,
mein Herz ist voll von Dankbarkeit,
danke für Deine Einladung,
Deine Segenswünsche,
danke einfach
für die schöne Zeit.”
Jener Wichtel,
der Dich hat her gebracht,
sitzt ganz in der Nähe,
er freut sich und lacht.
Irgendwann ist es Zeit,
wieder nach Hause zu gehen,
da plötzlich kannst Du
einen Drachen sehen.
Dein Begleiter, der Wichtel
gibt Dir sanft
seine Hand,
der Drache landet und fragt freundlich
zur Königin gewandt:
“Hier bin ich,
Königin der Feen und Elfen,
was kann ich tun?
Wie kann ich helfen?”
“Bringe das Menschenkind
in seine Welt zurück,
Menschlein, danke, dass Du mein Gast warst,
ich wünsch Dir Glück.”
Dankbar verabschiedest Du Dich,
voller Freude und Entzücken,
dann kletterst Du vorsichtig
auf des Drachens breiten Rücken.
Bevor ihr verlasst,
diesen wunderbaren Ort,
meldet sich Dein Begleiter von vorhin
nochmals zu Wort:
“Frau Königin, ich möcht so gern
mal auf einem Drachen reiten,
darf ich Drachen und Menschenfreund
noch ein Stückchen weit begleiten?”
Die Feenkönigin
hat nichts dagegen,
gibt für die Reise
noch ihren Segen.
Der Drache erhebt sich in die Lüfte,
leicht und fein,
alles unter Euch
wirkt aus der Luft ganz klein.
Ganz schnell im nu
bist Du zu Haus,
danke, dass Du dabei warst,
die gedichtete Feengeschichte
ist jetzt aus.

02.11.2017

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Samstag, 9. September 2017

Die magische Dienstübergabe - Sommerfeen und Herbstfeen

Besonders, wie sich die wunderbare Natur wieder wandelt. Die Sommerfeen und Herbstfeen haben im September Dienstübergabe. Die Sommerfeen übergeben die Natur an die Herbstfeen. Dabei sind die Sommerfeen tröstend und sagen, mit beruhigenden Stimmen: "Sei ohne Sorge, Menschenkind. Wir kommen wieder, der nächste Sommer kommt bestimmt."
Weil die Natur als Ganzes magisch ist, und weil Elfen, Feen, etc. für mich zur Natur einfach dazu gehören, habe ich diesen Text "Magische Dienstübergabe" genannt. Ich danke dem Kind in mir. Es ist nach wie vor so lebhaft und für mich immer wieder ein Schlüssel zu dem, was physisch nicht begreifbar ist.

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Samstag, 3. Juni 2017

Der besondere Zauber von Flower Island

Im Reich der Feen, am Ufer eines klaren Sees, gibt es ein Land, das wegen seiner Nähe zum Wasser auch gerne als Insel bezeichnet wird. Es ist das Land/die Insel Flower Island.
Nun, wie Ihr Euch sicher schon denken könnt, ist Flower Island eine Blumeninsel, wird gerne als „das Land der Blumen“ bezeichnet. Ja, vom kleinen Gänseblümchen auf den Wiesen, bis zu Rosen und Lotusblumen ist alles vertreten. Flower Island ist der Hauptsitz der Blumenelfen und Blumenfeen. Von dort aus werden die Blumenfeen und Elfen in die Welt der Menschen gesandt. Unter anderem auch Kriegerinnen und Krieger, die sich für das Wohl unserer Mutter Erde einsetzen und für das Gute kämpfen.
Die Feen und Elfen freuen sich sehr, dass sich immer mehr Menschen dazu entscheiden, bewusster und sorgsamer mit Natur und Umwelt umzugehen.
Und weil sich die Naturwesen (Elfen, Feen, etc.) so über alle umweltbewussten Menschen freuen, ist seit einiger Zeit ein besonderer Zauber in Flower Island aktiv:
„Ganz egal, ob Du
Etwas Positives denkst,
einem Lebewesen hilfst,
oder gar nur einem Menschen
ein Lächeln schenkst,
für jede gute Tat
soll eine neue Blume sein,
die lichtvolle Kraft dieses Zaubers
und jeder positiven Handlung
fließt direkt
in den Kreislauf der Natur mit ein.
So sei es!“
Ein kleines Beispiel: Wenn Du viel und gerne lächelst, kann das in Flower Island eine Wiese voller Blumen bedeuten, z.B. für jedes Lächeln, dass Du verschenkst, ein Gänseblümchen.
Das was Du gibst, kommt auch wieder zu Dir zurück. Nicht umsonst gibt es Sprichwörter wie: „Was Du säst, wirst Du ernten“, oder: „So wie man in den Wald hineinruft, kommt es auch wieder zurück“. Also, lasst uns alle lichtvolle Geschöpfe sein und durch positive Gedanken und Taten Blumen pflanzen.

26.07.2016

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Wie Du den Zugang zu Gott findest, eine Kurzgeschichte - jetzt auch zumAnhören

Die nachfolgende Geschichte habe ich 2015 geschrieben, und jetzt gibt es sie auch zum Anhören. Viel Freude damit!

Wie Du den Zugang zu Gott findest - eine Kurzgeschichte


Die Schulglocke ertönte und läutete die große Pause ein. Letzte Stunde war Religionsunterricht. "Wo und wie finde ich eigentlich Gott?" Fragte Max. "Keine Ahnung." Meinte Björn, sein Kumpel. "Da muss man wahrscheinlich Mönch oder Bischof sein, um Gott zu begegnen." Sagte Lisa. "Ich werde meinen Schutzengel fragen, der weiß bestimmt, wo und wie man Gott begegnen kann!" Erwiderte schließlich Sophie, die Kleinste und Stillste in der Klasse. Die Jungs Max und Björn schauten Sophie ungläubig an. "Deinen Schutzengel?" "Ja, ich habe einen guten Kontakt zu ihm. Vor dem Einschlafen, wenn ich im Bett liege, rede ich leise mit ihm und kann seine Anwesenheit spüren. "Wie heißt denn Dein Schutzengel?" Wollte Amalia wissen. Im ersten Moment wusste Sophie den Namen nicht, doch dann kam ihr eine Eingebung: "Er, bzw. sie heißt Lili." "Lili?" "Ja, Lili. Das erste Li steht für Licht, und das Zweite Li steht für Liebe. Ist doch schön oder?" Ein strahlendes Lächeln erschien auf Amalias Gesicht und sie nickte.
Nach der Schule ging Sophie, so wie üblich zu ihrer Oma. Diese war die Einzige, welche vom Kontakt des Mädchens zu ihrem Schutzengel wusste. Heute war Sophie besonders überdreht und fröhlich, sodass die Großmutter fragte: "Was ist denn heute mit Dir, Kind?" Sophie antwortete mit einer Gegenfrage: "Du Omi? Muss man eigentlich unbedingt bis zum Schlafengehen warten, bis man mit dem Schutzengel reden kann?" "Aber nein Sophie. Wie kommst Du denn darauf? Du kannst immer mit ihm reden. Er ist ja immer und überall an Deiner Seite." "Okay, danke Omi. Trotzdem will ich warten bis zum Abend, wenn es Schlafenszeit ist, und ich im Bett liege, denn heute muss ich Lili eine wichtige Frage stellen." "Welche denn?" "Heute in der großen Pause, nach dem Religionsunterricht haben wir uns in der Klasse über die Frage ausgetauscht, ob und wie man Gott finden kann. Und da soll mir mein Schutzengel einen Tipp geben." Die Großmutter lächelte Sophie liebevoll an und wollte schon fast selbst eine Erklärung abgeben, wo und wie die Kinder zu Gott finden könnten, aber sie hielt sich doch zurück und meinte nur: "Ah ja. Und weißt Du was? Wenn Du morgen wieder zu mir kommst, erzählst Du es mir auch ja?" "Ja, abgemacht!" Gab Sophie fröhlich zurück. Nach dieser Unterredung wurde Mittag gegessen und Sophie machte Hausaufgaben. Um 18 Uhr kam die Mutter um Sophie ab zu holen.

Endlich, es war 9 Uhr Abends, also Schlafenszeit. Sophie lag im Bett und führte so wie üblich Zwiesprache mit ihrem Schutzengel. Als Sophie ihm, bzw. ihr alles erzählt hatte, und sie knapp davor war, einzuschlafen, stellte sie noch die wichtigste aller Fragen in diesem Moment: "Liebe Lili? Weißt Du, wie und wo man Gott begegnen kann?" Voll Vertrauen, dass die Antwort im richtigen Moment kommen würde, schlief Sophie mit einem Lächeln auf den Lippen ein.

In dieser Nacht sah sie im Traum wunderbare Landschaften, roch den Duft der schönsten Blumen und hörte die verschiedensten Vögel singen. Sie saß mit einem anderen Mädchen auf einer Wiese. Die beiden lachten und aßen süße Beeren und Früchte. Dann führte das Mädchen Sophie zu einem Baum. "Hier kannst Du Kraft tanken!" Sagte das Mädchen fröhlich. "Wie heißt Du?" fragte Sophie, während sie den Stamm berührte. Die Rinde war rau, und doch fühlte sie sich gut an. Sophie lehnte sich mit dem Rücken an den Stamm. "Ich heiße Lili." Antwortete das andere Mädchen. "Lili? So heißt auch mein Schutzengel." Meinte Sophie verdutzt. Plötzlich fiel Lili Sophie um den Hals und sagte lachend: "Ich bin es, liebe Sophie, ich bin Dein Schutzengel!" Jetzt musste auch Sophie lachen. Sie ließen sich in die Wiese fallen und hatten einfach Spaß und Freude! Die Sonne schien warm und hell. Ja, sie lacht, so schien es, mit den beiden mit.

Als Sophie und ihr Schutzengel in Mädchengestalt wieder nebeneinander in der Wiese saßen, Begann Sophie wieder mit ihrer Frage: "Du, Lili? Wo ist Gott? Wo und wie können wir Gott begegnen?" "Meine liebe Sophie. Du bist Gott bereits jetzt begegnet, mit all Deinen Sinnen. In allem hier ist Gott, auch in Deinem Herzen ist ein Gottesfunke, ja, in allem was lebt ist Gott. Und jetzt, wo wir hier sitzen, kannst Du Gott sogar hautnah spüren." Sophie sah Lili fragend an. Sie fügte daraufhin hinzu: "Durch die Sonne, mein liebes Kind. Licht und Wärme der Sonne spiegeln Gottes Liebe wieder." Sophie blickte Lili erstaunt in die Augen und sagte: "Oh Lili, dann ist es ja ganz einfach, Gott zu finden! Man muss nur in die Natur gehen. Und das man Gott sogar spüren kann, wenn die Sonne scheint, das ist ja großartig!" "Stimmt, Sophie. Und fühle einmal in Dein Herz. Halte inne und dann begegnest Du Gott auch in Dir. Du wirst vielleicht einen inneren Frieden fühlen, oder angenehme Wärme in der Brust, oder vielleicht auch beides. Halte inne, höre in Dich hinein und sei trotzdem aufmerksam."
Wie gerne hätte Sophie noch den wunderbaren Traum weiter geträumt, aber sie wurde von ihrer Mutter geweckt. "Schade!" Dachte Sophie. Aber sie war dankbar dafür, dass sie Antworten auf die Frage erhalten hatte, die sie so bald wie möglich an ihre Mitschüler/Innen und ihrer Oma mitteilen wollte. Schnell zog sich Sophie an, notierte die wichtigsten Details aus dem Traum und verließ ihr Zimmer. Plötzlich fiel ihr ein, dass heute die Deutschschularbeit anstand. "Hoffentlich kommt eine Themenvorgabe, die zu meinem Traum passt." Dachte Sophie.

In der Schule löcherten die Klassenkameraden Sophie mit Fragen. "Wartet ab, das kommt schon noch!"" Beschwichtigte Sophie ihre Mitschüler/Innen. Dann war es endlich soweit. Gleich in den ersten 2 Stunden schrieben Sophie und ihre Mitschüler/Innen Deutschschularbeit. Die Kinder durften aus 2 Themen auswählen: 1. schreibe eine Fantasiegeschichte, oder 2. schreibe einen Aufsatz über Deinen Traum aus der letzten Nacht. Sophie wählte klarerweise Thema Nr. 2 aus. Sie schrieb diesen besonderen Traum nieder. Der Titel des Aufsatzes lautete: "Ein magischer Traum - Die Begegnung mit meinem Schutzengel" Der Aufsatz enthielt alle Antworten, Hinweise und Botschaften, die ihr Schutzengel Lili ihr mit auf den Weg gab. Trotz der ausführlichen Niederschrift war Sophie eine der Ersten, die ihre Schularbeiten zu Ende gebracht hatten. Und nach der Schularbeit, in der großen Pause wurde Sophie wieder ausgefragt. Schließlich meinte sie: "Passt auf: Ja, ich habe eine Antwort. Ihr werdet aber erst genaueres erfahren, wenn wir die Deutschschularbeiten zurückbekommen haben, denn ich habe die Antwort in einem Traum bekommen." Dies wurde Großteils akzeptiert. Nur ein paar Burschen maulten: "Ach, die ist eh nur eine Angeberin!" Aber davon ließ sich Sophie nicht unterkriegen.
Wenige Tage später war es endlich soweit. Die Kinder bekamen ihre Schularbeiten zurück, und somit auch ihre Noten. Sophie schrieb eine 1 auf ihre Deutschschularbeit. Nun freute sie sich natürlich noch mehr! Und endlich durfte Sophie ihren Traum mit der Antwort der Klasse vorlesen. Ausnahmslos alle waren begeistert! Ja, Sophie war fast die Heldin der Klasse. Sophie aber nickte nur dankend und meinte lächelnd: "Super, dass ich uns allen helfen, und Antworten finden konnte, aber das haben wir nicht mir zu verdanken, sondern meinem Schutzengel Lili."

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Dienstag, 18. April 2017

Lucky Blossom - eine Fee aus dem Glückstal

Hallo! Ich bin Lucky Blossom, eine Fee aus dem Glückstal. Ich bin heute gekommen, um Dir und jedem, der dies liest, etwas Glücksfeeenstaub vorbei zu bringen. Wie Du den Feenstaub in Dich aufnehmen kannst, ist ganz simpel:
Atme ein, und denke beim Einatmen “Glück”. So atmest Du den Glücksfeenstaub  ein. Beim Ausatmen denkst Du “loslassen”. Affirmation: “Ich lasse alles los, was mir Kummer bereitet und mich unglücklich macht.” Betrachte dies als kleine Glücksmeditation für zwischendurch. Vielleicht magst Du zukünftig ein Glückstagebuch führen, in welchem Du positive Erlebnisse und Gefühle festhältst?
Und wenn Du wieder einmal eine Prise Glücksfeenstaub benötigst, rufe Dir diesen Text in Erinnerung, oder lies ihn immer wieder.
Eine glückliche Zeit wünscht Dir
Lucky Blossom, die Fee aus dem Glückstal.

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Mittwoch, 14. Dezember 2016

Fee Loumelia und ihre Geschichte

Sie war auf einmal da, wie ein plötzlicher Sonnenstrahl am Horizont,
eine Fee, namens Loumelia. „Woher kommst Du?", fragte ich. „Oh, meine
Heimat ist eigentlich nicht diese Erde, aber jetzt lebe ich im
Elfenturm im Garten. Mit Euren Augen ist dieser Turm unsichtbar,
lediglich im Geiste könntet Ihr ihn erblicken. Der Turm ist gut
getarnt, Ihr würdet physisch einen Baum erkennen." „Du machst mich
neugierig. Möchtest Du mir Deine Geschichte erzählen?" Die Fee nickte
lächelnd und begann zu erzählen:

„Ich bin Fee Loumelia. Meine Heimat ist der Himmel, bei Gott und
seinen Engeln. Eines Tages ging ich zum lieben Gott und bat ihn, mir
eine Aufgabe zu geben. Immerhin bin ich ein Naturengel. Er erlaubte
mir, auf die Erde zu fliegen und wollte noch von mir wissen, ob ich
einen Wunsch habe, wo auf der Erde ich landen möchte. Ich überlegte
kurz und gab zur Antwort, dass ich gerne nahe bei Menschen sein
möchte, die noch an uns Naturengel glauben."
Loumelia hielt inne. „Und wie bist Du dann auf die Erde gekommen?",
fragte ich. Anscheinend wollte sie prüfen, ob ich ihrer Erzählung
überhaupt gefolgt war. Loumelia antwortete:
„Oh, ich bin getarnt als Regentropfen auf die Erde gekommen und auf
einer Blume gelandet. Sobald der erste Sonnenstrahl diese Blume
berührte, verwandelte ich mich wieder zurück in eine Fee. Im Himmel
wurde mir gesagt, ich solle zum Elfenturm von Königin Lusalia fliegen,
dort könne ich wohnen und zur Schule gehen. Und so war es dann auch.
Ich wurde von der Elfenkönigin und ihrem Gefolge gut und herzlich
aufgenommen und durfte mit den anderen kleinen Elfen und Feen spielen
und zur Schule gehen, wie man es mir im Himmel gesagt hatte."
Loumelia hielt abermals inne und ich fragte: „Hast Du nun Deine
Aufgabe hier auf der Erde gefunden?" „Ja, das habe ich. Ich bin
Garten- und Hausfee. Das heißt, ich kümmere mich um die Pflanzen in
Gärten, Häusern und Wohnungen, also auch um Zimmerpflanzen. Was
glaubst Du wohl, warum die Knospen der Barbarazweige in Eurer Wohnung
schon so groß sind? Genau, weil ich, seitdem Ihr sie Euch in die
Wohnung geholt habt, ein Auge auf sie habe. Ich helfe allen Menschen
gerne, mit ihren Pflanzen, aber besonders freue ich mich, bei Menschen
zu sein, die an uns Naturengel glauben.

Nun kennst Du meine Geschichte. Erzähle sie weiter, denn überall dort,
wo Pflanzen und Blumen sind, sind auch wir, die Naturengel, oder
Naturwesen, wie man uns auch nennt."
„Ich danke Dir, liebe Loumelia, dass Du mir Deine Geschichte erzählt
hast. Schön, dass Du hier bei uns auf der Erde bist."
Das war die Geschichte von der Fee Loumelia.

10.12.2016

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Samstag, 15. Oktober 2016

"Mama, lass die Sonne scheinen", eine Kurzgeschichte

Mama Manuela und Töchterchen Aruna gehen gerne gemeinsam einkaufen. Eines Tages, als die Beiden wieder einmal im Supermarkt ihren Wocheneinkauf erledigten, ärgerte sich die Mutter über eine Frau, die sich bei der Kasse vordrängelte. Ganz allgemein hatte Manuela an diesem besagten Tag schlechte Laune. Nichts wollte so recht klappen.
"Können Sie sich nicht hinten anstellen?", schimpfte Manuela. Ihre Tochter Aruna war die Ruhe selbst und blickte trotz dem Ärger ihrer Mutter fröhlich umher. Schließlich sagte Aruna zu ihrer Mutter: "Mama, lass die Sonne scheinen." Die Mutter blickte Aruna an und erwiderte genervt: "Kind, willst Du mich auch noch ärgern? Ich bin doch nicht der Wettergott!" "Nein Mami, nicht so, also nicht draußen, ich meine in Dir drin Mami, lass die Sonne im Herzen scheinen."
Aruna hatte es nun doch geschafft und ihrer Mama ein Lächeln entlockt. Spontan nahm Manuela ihre Tochter in den Arm und sagte mit einem strahlenden Lächeln: "Was täte ich nur ohne Dich, mein Kind!?" Die Kleine grinste. "Siehst Du Mama, jetzt ist in Deinem Herzen die Sonne aufgegangen." "Ja, mein Schatz. Du hast mit Deinem Strahlen, und vor allem mit Deinen Worten meine innere Sonne zum leuchten gebracht. Danke dafür."
Ja, Aruna schaffte es tatsächlich, dass ihre Mutter ab diesem Zeitpunkt viel besser gelaunt war.
Diese Geschichte möchte ich mit einem Sprichwort beenden:
"Kindermund tut Wahrheit kund."

14.10.2016

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Donnerstag, 13. Oktober 2016

Die Herbstfee Nebelina Blätterbunt - Hörvideo

Guten Abend!
Heute mal, ganz spontan, eine Herbstinspiration, ein Text über eine Herbstfee, namens Nebelina Blätterbunt als Hörvideo. Die Geschichte existiert im Moment nur in gesprochener Form. Viel Freude beim anhören.

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Montag, 25. Juli 2016

Die Botschaft der Sonnenblume an die Menschen - alte Geschichte mit neuem Foto

Ich freue mich total, dass ich für die nachfolgende Geschichte jetzt endlich ein Foto habe. :-)

Danke für das Foto an meinen Onkel Ronald Heberling.
 
Eine prächtige Sonnenblume schaukelte im sanften Wind hin und her und erfreute sich an den warmen Sonnenstrahlen. Die Sonnenblume schien über etwas nachzudenken.

 

"Worüber denkst Du nach, liebe Sonnenblume?" fragte eine Stimme freundlich. "Ich denke über die Menschen nach." Antwortete die Sonnenblume. Bevor die Stimme etwas erwidern konnte, fragte die Sonnenblume: "Wer bist Du denn?" "Ich bin Sonnya, Deine Schutzfee. Von Anfang an bin ich schon bei Dir." "Oh wie schön!" hauchte die Sonnenblume. Dann ergriff Blumenfee Sonnya wieder das Wort und fragte: "Aus welchem Grund denkst Du über die Menschen nach?" "Ach weißt Du, viele von ihnen sind so negativ, egoistisch und undankbar. Ich habe mir gedacht, sie sollten sich ein Beispiel an mir nehmen. Ich bin so überaus dankbar, dass ich von Mutter Erde und dem Himmelsvater genährt und versorgt werde. Von Mutter Erde werde ich durch Wasser genährt, und Vater Himmel schickt mir täglich die schönsten Sonnenstrahlen. Die Menschen sollten sich dem Licht zuwenden, so wie ich es tue. Der erste Schritt wäre, dass sie sich auf die Positiven Dinge im Leben zentrieren. Der Folgende Satz könnte zum Beispiel hilfreich sein: Ich zentriere mich auf das Positive und wende mich, wie eine prachtvolle Blume dem Licht zu! Der Satz kann laut, leise oder gedanklich gesprochen werden. Zusätzlich kann man sich eine Sonnenblume vor dem inneren Auge vorstellen." Die Fee lächelte die Sonnenblume an und erwiderte: "Das finde ich aber süß von Dir, dass Du Dir Gedanken um die Menschen machst! Du hast natürlich recht, wobei es schon Menschen gibt, die den positiven Weg des Lichts bereits gehen. Wir Feen und auch die Engel können dies beobachten. Für jene Menschen, die noch einen Kampf zwischen Licht und Schatten austragen müssen, ist Deine Botschaft eine Kraftquelle, den Mut aufzubringen, gegen die Schattenwelt, anzukämpfen und für das Licht zu sein." Die Sonnenblume freute sich sehr darüber, dass Sonnya so voller Begeisterung war. Sonnya wollte die Botschaft der Sonnenblume so schnell wie möglich an alle anderen Engel und Lichtwesen weitergeben, damit sie an die Menschen verbreitet werden konnte.

 

Es gab eine Engelkonferenz. Viele Engel, die eng mit Menschen in Verbindung stehen, nahmen an der Konferenz teil. Sie alle hörten sich an, was Blumenfee Sonnya und ihr Schützling zu sagen hatten und erklärten sich bereit, die Botschaft auf der Erde zu verbreiten. Sonnya umarmte die Sonnenblume voller Freude. Zum Schluss richtete ein sehr mächtiger Engel das Wort an die Sonnenblume: "Gestattest Du, dass wir Deine Botschaft allgemein als Geschenk der Lichtwesen an die Menschen bezeichnen? Denn wir sind alle bestrebt, die Menschen auf den Weg des Lichtes zu leiten und zu führen." "Ihr habt meine volle Zustimmung!" rief die Sonnenblume erfreut. Nach der Engelkonferenz wurde ein Fest der Freude gefeiert, und die Sonnenblume war die Heldin des Tages.

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Sonntag, 13. März 2016

Blumentau, Sternenglanz und co - elfenhafte Impressionen

Danke, Ihr Elfen und Feen, für diesen wunderbaren Text, ich will ihn gern mit den Menschen teilen. Ihr Menschen seid eingeladen, in der Welt der Elfen zu verweilen. :-)

Blumentau, Sternenglanz und co

elfenhafte Impressionen


Blumentau ist eine Fee, die jeden Tag schon früh auf den Beinen ist, bzw. schon früh durch die Lüfte schwebt. Sie verteilt den herrlichen, frischen Tau auf Wiesen und Blumen. Im Herbst wenn es kalt wird, zieht sie sich wie alle anderen Elfen und Feen des Sommers zurück und hilft mit, im Verborgenen den nächsten Frühling und Sommer vorzubereiten.

Sunnybell: Sunnybell ist eine Elfe der Fröhlichkeit. Ihre Intention ist es, überall, wo es nur geht, Sonnenstrahlen hin zu schicken. Sie trägt keinen Elfenstaub bei sich, sondern jede Menge Sonnenstrahlen. Im Herbst und Winter zieht auch sie sich zurück. Aber ab Februar ist Sunnybell schon wieder unterwegs, um Sonnenstrahlen zu sammeln.

Animalia: Die Fee Animalia ist die Hüterin der Tiere. Sie ist das ganze Jahr aktiv und überall unterwegs, vor allem im Winter, wo es nur wenige Futterquellen gibt. Sie führt die Tiere zu Futterstellen, die teilweise auch von Menschen bereit gestellt werden. Animalia ist für jeden einzelnen Menschen dankbar, der sich, in welcher Form auch immer, für Tiere einsetzt.

Daisylou: Daisylou ist die Elfe der Wiesenblumen. Ihre Botschaft lautet: "Pass bitte auf, wo Du auf der Wiese hintrittst, denn die zarten Gänseblümchen sollen auch leben dürfen. Gehe achtsam durch die Natur."

Sternenglanz: Die Fee Sternenglanz ist die Hüterin der Nächte und der Träume. Sie liebt es, in klaren Nächten jede Menge Sternenlicht zu verteilen. Die Fee Sternenglanz ist eine Vermittlerin der Ruhe und Stille.

13.03.2016

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