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Mittwoch, 14. Oktober 2020

Fia, die Fee der Meditation

F

rei machen,

von Gedanken.

I

nne halten,

in mich gehen.

A

tmen, oder auch

a

nkommen, in mir.

Fia, die Fee der Meditation,

zeigte sich mir,

nachdem ich es geschafft hatte,

gestern am späten Abend

meine Gedanken zur Ruhe zu bringen,

und in den inneren Raum der Stille,

ja, wenn man so will,

in den Tempel meines Herzens

einzutreten.

Fia, die Fee der Meditation,

kann auch Dir behilflich sein.

Atme ein,

und wiederhole gedanklich

ihren Namen,

wie ein Mantra,

bei jedem einatmen.

Atme aus,

lasse los,

aufkommende Gedanken

einfach in Deinem Kopf

vorüberziehen.

Fia, die Fee der Meditation

hat eine ruhige Energie,

eine friedvolle Ausstrahlung.

Du wirst es merken, sobald Du mit ihr

verbunden bist.


14.10.2020 

Mittwoch, 22. Juli 2020

Von Rosen und Rosenfeen - Gedicht mit Bildern

Von Rosen und Rosenfeen

Der Stiegenaufgang
von Rosen gesäumt,
in jeder Rose eine Fee
Tag für Tag
ein magisches Wunder träumt.
Rosenknospen
sind noch zu,
darin schlafen Feenkinder
in seliger Ruh.
Von Rosen
und Rosenfeen,
in allem
ein Wunder sehen,
mit offenem Herzen
durchs Leben gehen.


22.07.2020



Freitag, 12. Juni 2020

Bimponella, die Wiesenfee - Gedicht

Mit Bimponella,
geht alles schneller.
Es wächst das Gras,
Leute das macht Spass!
Und die Blumen
noch dazu,
ihr dürft mir glauben,
vor dem Herbst,
geben Wiesenfeen
keine Ruh!

Gedicht/Eingebung vom 12.06.2020
© by Jacqueline Knapp-Heberling
Video, Version 1 (Original):

Version 2, mit verstellter Stimme. Die Fee benutzt mich als Sprachrohr, um ihr Gedicht selbst aufzusagen. Diese Aufnahme ist genau genommen ein Rollenspiel, weil ich nach einleitenden Worten in die Rolle der Fee schlüpfe.

Donnerstag, 29. August 2019

Die Hauselfe Ilvie


„Hallo! Ich bin die Elfe Ilvie. Mein Name bedeutet „kleine Wölfin“. So sorge ich als Hauselfe für eine gute Energie im Familienverbund, vor allem, und erst recht dann, wenn Tiere im gemeinsamen Haushalt leben.
Zuerst spürte ich sie als sanfte, aber doch kraftvolle Schwingung, Energie, oder Anwesenheit, wie man es eben formulieren möchte. Dann war der Name „Ilvie“ in meinem Kopf. Und sobald ich die Bedeutung des Namens Ilvie heraus gefunden hatte, kam obige Botschaft, die ich sofort niederschreiben musste, um sie nicht zu vergessen.

Donnerstag, 8. August 2019

Im Garten der Kreativität, der Baum der Poesie


Kurz bevor ich in dieses Leben inkarnierte, führte mich ein Engel in den Garten der Kreativität. Dort erschien eine Fee. Sie war die Wächterin dieses Gartens. Die Fee führte mich zu einem Baum. „Was denkst Du, liebe Seele, was dies für ein Baum ist?“, fragte sie mich prüfend. „Ich habe keine Ahnung, liebe Fee.“, gab ich wahrheitsgemäß zur Antwort. „Es ist der Baum der Poesie. Die Worte sind seine Früchte. Manche sind wohl bekömmlich, manche sauer, oder sogar bitter und einfach unbekömmlich. Wenn Du in Dein neues Erdenleben gehst, wirst Du besonders vom Baum der Poesie und seinen Früchten gesegnet sein. Du wirst einen ganzen Korb seiner Früchte mit in Dein Erdenleben nehmen.“ Dann kurzes Innehalten, um die Worte der Wächterin wirken zu lassen. Schließlich sprach die Fee weiter: „Jeder Mensch bekommt Früchte vom Baum der Poesie als Mitgift ins Leben, sind diese doch für den Sprachgebrauch sehr wichtig. Aber jene Menschen, die sich dazu entscheiden, Worte auf literarische und poetische Weise zu nutzen, sind auf besondere Weise vom Baum der Poesie und seinen Früchten gesegnet.“
Kaum hatte die Fee zu Ende gesprochen, kam ein Windstoß. Der Baum der Poesie verlor eine Menge Blüten und hüllte mich ganz und gar in das Blütenmeer ein. Jener Engel, der mich in den Garten der Kreativität geführt, und die Fee, die mich in Empfang genommen hatte, beobachteten das Spektakel mit Freude, nahmen sich an den Händen und tanzten in der Luft, dabei riefen sie: „Blütenregen, reichlicher Segen, sei mit Dir, jetzt und hier!“ Dann stellte die Fee einen großen Korb unter den Baum der Poesie, schüttelte ihn leicht, und der Baum merkte, dass es an der Zeit war, seine Früchte abzuwerfen. Keine Frucht fiel daneben. Alle Früchte landeten sicher in jenem großen Korb, der darunter bereit stand. Wieder jubelten der Engel und die Fee. Und kaum hatte sich der Baum seiner Früchte entledigt, wuchsen schon wieder neue Früchte. Die Fee lächelte und meinte: „Die neuen Früchte sind bereit, für die nächste Seele, die da kommen möge. Du aber, liebe Menschenseele, die Du jetzt hier bist, gehe weise um, mit diesen Früchten.“ Bevor ich etwas erwidern konnte, legte mir der Engel eine Hand auf die Schulter und sagte: „Das wird sie gewiss tun, liebe Fee, unsere zukünftige Herzpoetin.“
Nun mögt Ihr, die Ihr dies gelesen, oder gehört habt, vielleicht fragen: „Woher hat sie dieses Wissen, was vor ihrer Inkarnation geschah?“ Nun, diese Frage ist zwar durchaus berechtigt, aber ich kann sie Euch rational nicht beantworten. Wohl hat es mir meine Seele selbst erzählt, als ich in einem Zustand zwischen Wachen und Schlafen war.
08.08.2019

Version zum Anhören auf Youtube (kann minimal von der schriftlichen Version abweichen):

Mittwoch, 20. März 2019

Frühlingstag und Nachtgleiche - Elfen und Zwerge laden zum Ball

Frühlingstag und Nachtgleiche
Elfen und Zwerge laden zum Ball

Die Natur
und ihre Reiche
feiern heute das Frühlingsfest
der Tag und Nachtgleiche.
Elfenkönigin
und Zwergenkönig
laden zum Ball,
Feen, Elfen,
Zwerge und Gnome
sie kommen her
von überall.
Gesungen und getanzt wird für Mutter Erde,
die Tiere und Pflanzen,
Naturgeister sie dienen dem Wohle
des Großen und Ganzen.
Meine Seele stimmt
in Gesang und Tanz mit ein,
lasst uns Mutter Erde ehren,
und für all ihre Gaben
dankbar sein.

20.03.2019

Freitag, 15. Februar 2019

Prinzessin Glöckchenhell und die Herzenslicht-Libelle - eine Feengeschichte

Prinzessin Glöckchenhell und die Herzenslicht-Libelle
eine Feengeschichte

Es war einmal eine kleine Prinzessin. Wegen ihrer Stimme wart sie von allen stets „Prinzessin Glöckchenhell“ genannt. Und sie hatte auch sonst ein lichtvolles, herzliches Wesen, wie eine Fee eben.
Prinzessin Glöckchenhell liebte ihren Garten, mit all seiner Blumenpracht. Jeder lichtvolle Gedanke, den Prinzessin Glöckchenhell aussendete, manifestierte sich als Blume. Sie alleine hatte also diesen Garten angelegt, an dessen Rand 4 Bäume gepflanzt waren. Diese Wächterbäume trugen die Namen: „Liebe, Dankbarkeit, Hoffnung und Zuversicht. Sie vermittelten Stabilität und Geborgenheit.
Inmitten des Gartens war ein Teich, mit Seerosen. Prinzessin Glöckchenhell saß oft dort in der Sonne, die sich im klaren Wasser des Teiches spiegelte.
An einem schönen Sommertag, nachdem Prinzessin Glöckchenhell voller Freude durch den Gartenhüpfte, ließ sie sich wieder beim Teich, mit den Seerosen nieder. Da sah sie auf einem Seerosenblatt eine Libelle sitzen. Sanft winkte die Prinzessin der Libelle zu, und sogleich erhob sie sich majestätisch, flog auf die Prinzessin zu und nahm auf ihrer Hand platz.
„Wer bist Du?“, wollte die Prinzessin wissen. „Ich? Ich bin eine Libelle, genauer gesagt eine Herzenslicht-Libelle. Du hast mich aus Deinem Herzen, aus dem Licht Deiner Freude heraus erschaffen. Ich bin manifestierte Freude und Leichtigkeit.“ „Oh!“, hauchte Prinzessin Glöckchenhell und fügte hinzu: „Sei willkommen. Mögen der Teich und die Seerosen ein schönes Zuhause für Dich sein.“

Das war die Geschichte von Prinzessin Glöckchenhell und der Herzenslicht-Libelle.

15.02.2019
© by Jacqueline Knapp-Heberling

Mittwoch, 13. Februar 2019

Ode an die Lichtwesen - Gedicht

Ode an die Lichtwesen

Oh, Ihr Lichtwesen
lebt überall,
physisch nicht greifbar,
und doch real.
Ihr begleitet stets
unsere Erdenreise
auf sanfte
und doch magische Weise.
Von Euch guten Mächten
stets begleitet,
nehm oft Eure Energien wahr,
feinfühlig
und zart beseitet.
Ode an die Lichtwesen,
sie begleiten und beschützen,
spenden Kraft
und unterstützen.
Da sind die Schutzengel,
die uns Tag für Tag begleiten,
lichtvoll mit uns
den Weg beschreiten.
Da sind die Elementarwesen,
Feuer, Wasser,
Luft und Erde,
Drachen, Nixen,
Elfen und Zwerge.
Alles ist beseelt,
von Lichtwesen umgeben,
Ihr begleitet liebevoll
alles Leben.
Ode an die Lichtwesen
danke, dass Ihr da seid,
dies Gedicht ist ganz allein
nur Euch geweiht.

13.02.2019
Ein Gedicht © by Jacqueline Knapp-Heberling

Samstag, 22. Dezember 2018

Die Lichtfee - Gedicht zur Wintersonnenwende

Die Lichtfee

Wintersonnenwende,
wir reichen uns die Hände,
es kehrt wieder, das Licht,
vollkommene Dunkelheit
die gibt es nicht.
Ich bin die Lichtfee,
und tanze durch die Sonnwendnacht,
hab Euch die frohe Kunde
des erwachenden Lichts mitgebracht.
Mutter Erde stirbt
und gebärt sich wieder neu,
jedes Jahr aufs Neue
ist sie diesem Kreislauf treu.

21.12.2018

Freitag, 7. Dezember 2018

Die Winterelfe

Die Winterelfe

Ich reinige die Luft,
kalt und klar,
den Winter finde ich
so wunderbar.
Ich, als Einzelne bin zwar
klein und zart,
doch, wenn Winterelfen sich vereinigen,
sich der Winter
in gebündelter Kraft
offenbart.
Schneeflockentanz,
und der Sonne
heller Lichterglanz,
der auf die Schneepracht fällt,
verzaubert ringsherum
die ganze Welt.
Ja, dies ist alles
Winterelfenmagie,
hör hin,
hör auf Mutter Erdes
Wintermelodie.
Und während Mutter Natur Kraft schöpft
aus ihrer Winterruh,
gesellt sich jetzt
der Zauber der Weihnacht dazu.
Weihnachtszauber
und Wintermagie,
werde still und höre
mit dem Herzen zu,
der einzigartigen
Sinfonie.

07.12.2018

Samstag, 8. September 2018

Das Spiel der Herbstfeen

Altweibersommer. Die Luft ist warm. Es ist etwas windig. Die Naturgeister vollführen ihre Tänze im Wind. Herbstfeen zupfen fröhlich die Blätter von den Bäumen, und lassen sie zu Boden gleiten. Die Feen machen ein Spiel daraus, das erste Blatt, welches am Boden ankommt, hat gewonnen. Dabei wird gelacht und getanzt. Manche Feen drehen sogar richtige Loopings in der Luft.  Die Feen verbinden ihre Arbeit stets mit Spiel und Spass. Durch ihre Fröhlichkeit  wird die Natur immer mit positiver Energie aufgeladen.
Dies ist ein Text, ergänzend zum Gedicht Altweibersommer und herbstlicher Reigen.

Donnerstag, 6. September 2018

Die Fee der Träume und Wunder

Die Fee der Träume und Wunder

Wir leben in einer Welt,
voll Wunder und Pracht,
leise flieg ich, die Fee der Träume
durch die Nacht.
Ich möchte den Menschen nicht nur des Nachts
schöne Träume schenken,
es ist auch meine Mission,
die Menschen mögen ihre Aufmerksamkeit
auf die Kleinen und doch großen Wunder
des Lebens lenken.
Ich schaue in die Herzen,
und erfreue mich daran,
wenn sie im Licht der Liebe strahlen,
wie viele tausend Kerzen.
Während Du beharrlich das Erreichen
Deiner Ziele und Träume anstrebst,
oh Mensch vergiss nie,
dass auch Du ein Wunder bist, weil Du
als Teil der Schöpfung
auf dieser Erde lebst.

06.09.2018

Sonntag, 5. August 2018

Zwischen Himmel und Erde - Taulina Morgentau und ihre Freunde, eine Kurzgeschichte

Zwischen Himmel und Erde
Taulina Morgentau und ihre Freunde

Honeya Bienopolus saß auf dem Ast eines Baumes und beobachtete aufmerksam das Bienenvolk, welches gut geschützt unter dem Baum sein Haus hatte. Ein neuer Tag war angebrochen, und das Bienenvolk war kurz vor dem Ausfliegen. Dann war es auch schon soweit. Der Bienenschwarm flog aus. Flink sprang die Bienenelfe vom Ast und schlüpfte ins Bienenhaus, wo sie mit Honig gefüllte Waben vorfand. Die Aufgabe von Honeya Bienopolus war es nicht nur, die Bienen zu beschützen, sondern auch ihren Honig mit wertvoller Energie anzureichern. Dazu setzte sie sich vor den Waben auf den Boden, hielt ihre zarten Hände darüber, und ließ die Energie hineinströmen. Es würde noch eine Weile dauern, bis all die wundervollen Waben ganz und gar mit der lichtvollen Energie angereichert sein werden.
„Guten Morgen!“, ertönte von draußen eine Stimme. Da war jemand vor dem Bienenhaus, jedoch war Honeya Bienopolus gerade dabei, eine der vielen, vielen Honigwaben zu energetisieren und war in einem tranceartigen Zustand. Dann wieder von draußen: „Nanu? Niemand da heute? Die Bienchen schon alle ausgeflogen und das Fräulein Bienenelfe hat wohl verschlafen. Naja was solls, schau ich halt später nochmal vorbei.“
Der Energiestrom hatte für den Moment nachgelassen und Honeya Bienopolus kam aus der Trance zurück. Nun reinigte sie noch das Bienenhaus, ehe sie wieder nach draußen in den Wald flog, um sich etwas in der Morgensonne auszuruhen. Sie landete auf der Wiese und dachte bei sich: „Wann wohl Taulina Morgentau kommt? Das Gras ist noch ganz trocken. - oder … war da nicht was? Mir scheint, dass ich während meiner Arbeit in Trance eine Stimme draußen gehört habe. War sie das?“ Honeya Bienopolus rief: „Taulina Morgentau! Wo bist Du!?“ „Hier bin ich, Schlafmütze!“, rief Taulina Morgentau keck und kam näher. „Guten Morgen! Wieso Schlafmütze? Ich stehe immer pünktlich mit dem Bienenvolk auf und habe heute schon gearbeitet. Du jedoch Taulina bist schlampig und vorlaut. Schau Dir nur das trockene Gras an!“, hielt Honeya ihrer Gefährtin eine Moralpredigt. Taulina Morgentau wurde ganz weiß im Gesicht. „Oh, oh, entschuldigung“, stammelte sie, „ich war besorgt, weil ich Dich nicht angetroffen habe, und dann habe ich doch glatt vergessen, die Wiese vor dem Bienenhaus mit Tau zu besprühen.“ „Schon gut, liebe Taulina, aber bevor Du Dein Näschen in die Angelegenheiten anderer steckst, kehre lieber vor Deiner eigenen Stube.“ „Hab ich schon, Honeya, bevor ich aus dem Haus gehe, mach ich immer sauber.“ Honeya Bienopolus musste laut lachen und Taulina kannte sich nicht aus und fragte: „Was ist los?“ „Liebe Taulina, Du hast mich falsch verstanden, das war im übertragenen Sinne gemeint, so nach dem Motto, bevor sich jemand in die Dinge anderer einmischt, sollte er/sie sich lieber um die eigenen Angelegenheiten kümmern.“, gab Honeya zur Antwort. Taulina nickte und erwiderte: „aha, jetzt verstehe ich. Aber wieso im übertragenen Sinne? Wer muss wem Sinne übertragen? Jedes Wesen hat doch seine eigenen Sinne.“ Jetzt musste Honeya erneut loslachen und sprach: „Weißt Du was, meine Liebe? Mit der Sinnhaftigkeit von bestimmten Worten können wir uns ein Andermal beschäftigen. Jetzt lassen wir die Wortspielereien und Du machst Dich besser an die Arbeit. Ich hör ja schon wie das Gras und die Wiesenblumen nach Wasser schreien.“ „Schon gut, aber geh in Deckung, sonst wirst Du nass, liebe Bienenelfe.“ Honeya nickte Taulina zu und flog auf jenen Baum, der unter sich das Bienenhaus beherbergte. Schon bald darauf war die Wiese herrlich vom Morgentau erfrischt. Honeya Bienopolus sprang vom Baum. Sie trank etwas Tau und wusch sich mit einem nassen Blatt, welches sie als Waschlappen benutzte. Dann aß sie zum Frühstück ein Schälchen Honig. Jeden Tag bekam die Bienenelfe als Lohn und Dank für ihre Arbeit eine bestimmte Ration Honig und Blütenstaub. Honig-Blütenstaubbrei mochte Honeya besonders gerne. Meistens war sie am Morgen mit Taulina Morgentau zusammen, mit der sie meist auch das Frühstück teilte. Dabei führten sie Smalltalk.
„Was machst Du jetzt dann nach dem Frühstück?“, wollte Taulina wissen. „Bei mir steht als nächstes wieder Arbeit, in Verbindung mit Morgensport an. Ich mache einen Rundflug, um Nachschau zu halten, wo sich meine Schutzbefohlenen, die Bienen so rumtreiben. Und was machst Du?“ Taulina Morgentau seufzte und sprach: „Ach, Du kennst Doch Regina Raindrop“, Honeya nickte. „Sie wohnt jetzt in der Stadt, in einem Stadtpark. Sie und ich, wir waren immer gute Freundinnen. Schon lange hat sie mich zu sich eingeladen, aber ich mag die Stadt nicht, und nun habe ich es schon viel zu lange herausgezögert, sie zu besuchen. Ich möchte sie doch so gerne wiedersehen, und jetzt muss ich eben doch in die ungeliebte Stadt fliegen. Am Abend bin ich wieder zurück.“ „Du schaffst das schon, Taulina. Richte ihr bitte schöne Grüße von mir aus.“, erwiderte Honeya. „Mach ich. Seitdem Regina nicht mehr hier wohnt, muss ich immer selber in den Himmel fliegen, um mir bei den Wetterengeln den Tauvorrat auffüllen zu lassen. Das wird heute ein anstrengender Tag für mich, den ganzen Tag unterwegs, und dann komme ich heut Abend auch noch viel später ins Bett als sonst.“ Taulina wirkte bedrückt und Honeya überlegte, wie sie ihr helfen könnte. Sie war immerzu mit ihrem Bienenvolk verbunden. Wenn Honeya beispielsweise eine Extra-Ration Honig benötigte, musste sie zuerst die Bienenkönigin fragen und einen Grund für den zusätzlichen Honigbedarf angeben. Dies kam nicht oft vor, aber heute musste es sein, denn ihre Gefährtin Taulina Morgentau benötigte unbedingt mehr Energie für ihren Tagesausflug. Honeya Bienopolus nahm telepathisch Kontakt zum Bienenvolk, insbesondere zur Bienenkönigin auf, um ihre Bitte vorzubringen. Die Bienen erlaubten Honeya, eine zusätzliche Ration zu nehmen. Die Bienenelfe bedankte sich und sprach zu Taulina: „Warte hier einen Moment, Du bekommst von mir einen Reiseproviant, Honig, er wird Dir zusätzliche Energie schenken. Die Bienenkönigin hat es mir erlaubt.“ „Das ist sehr nett, Honeya, aber beeil Dich bitte, es ist schon höchste Zeit für mich, aufzubrechen.“ Schnurrstracks flog Honeya ins Bienenhaus, fand dort eine kleine, mit Honig gefüllte Wabe, die sehr gut als Reiseproviant geeignet war. Diese wollte sie Taulina mitgeben. Nur wenige Augenblicke später war sie zurück und sah, dass Taulina Morgentau bereits in Aufbruchstimmung war. „Taulina, hier, Dein Geschenk von den Bienen!“, rief Honeya, und überreichte ihr die Wabe. „Danke Dir, Honeya, und entschuldige bitte, dass ich so vorlaut und schlampig war.“ „Schon gut. Guten Flug, liebe Grüße an Regina Raindrop, und komm wohlbehalten zurück Taulina.“, entgegnete Honeya, ehe Taulina davonflog und noch ein „Danke!“, hinterherrief. Honeya Bienopolus sah Taulina Morgentau noch lange nach, ehe sie selbst zu ihrem allmorgendlichen Rundflug aufbrach.
Derweil im Himmel drobn: Einer der Wetterengel, Tauriel, trat vor den lieben Gott und sprach: „Oh Herr, allmächtiger Gott, ich mache mir Sorgen, um unsere Tauverteilerin im Feenwald. Es war wohl nicht die richtige Entscheidung, Regina Raindrop in die Welt der Menschen zu entsenden. Taulina Morgentau ist alleine, ohne ihre Hilfe völlig überfordert.“ Gott sah den Engel gutmütig und verständnisvoll an und antwortete: „Mein Lieber, ich verstehe Dich. Jedoch braucht es Feen und Elfen, ja, es braucht die Naturwesen bei den Menschen, sogar mehr dennje, weil sich immer mehr Menschen wieder rückbesinnen, auf die Natur, und in ihren Städten Gärten und Naturräume schaffen wollen. Das Umweltbewusstsein bei den Menschen steigt, und dies erfordert wiederum die Unterstützung der Naturgeister und Naturengel. Immer mehr Naturwesen erklären sich bereit, mit den Menschen wieder enger zusammen zu arbeiten, was ich, der Schöpfer allen Lebens sehr begrüße. Leider reden noch viele ältere Naturwesen schlecht über die Menschen, was diese Geschöpfe (die Menschen) nicht alles schlecht und falsch machen. Aber dies ist der falsche Ansatz. Diese Naturwesen haben zwar nicht unrecht, mit dem, was sie über die Menschen sagen, aber vielmehr sollten diejenigen hervorgehoben und unterstützt werden, die sich für das Wohl von Mutter Erde einsetzen.“ Tauriel hatte aufmerksam zugehört. Als Gott zu Ende geredet hatte, fragte er: „Und wie können wir Taulina Morgentau entlasten? Es ist für sie sehr mühsam, neben ihrer eigentlichen Arbeit auch noch dafür sorgen zu müssen, dass der Tau zur Erde gebracht wird. Ich habe ihr versprochen, mit Dir, Gott, Rücksprache zu halten, dass wir eine Lösung finden. Der Flug in den Himmel kostet der zarten Elfe so viel Kraft, dass sie dann auf der Erde im Wald bei der Tauverteilung schlampig und unaufmerksam ist. Bei den Menschen würde man von einem beginnenden Burnout sprechen. Also was tun?“ „Tauriel, ich überlege mir eine Lösung bis heut Abend. Danke, dass Du so fürsorglich bist, und das Du mit diesem Problem zu mir gekommen bist.“ Tauriel entgegnete lächelnd: „Gerne, Vater. Das haben Engel so an sich, dass sie fürsorglich sind. Du hast uns so erschaffen.“
Mittlerweile war es Mittag geworden. Honeya Bienopolus zog sich in ihr Zimmer im Bienenhaus zurück, um ein Bisschen auszuruhen. Lange war allerdings nicht Zeit, für das Mittagsschläfchen. Es kam Besuch. Bieniel, der Naturengel, zuständig für die Insekten, so auch für Bienen, hielt Nachschau und wollte Honeya Bienopolus sprechen. „Sei gegrüßt, liebe Honeya Bienopolus. Wie gehts Dir und Deinen Schutzbefohlenen?“, fragte Bieniel. „Soweit ganz gut, Bieniel, jedoch erzählen mir die Bienen, dass die Wiesen und Blumen derzeit Morgens nur unzureichend mit Tau versorgt werden, und heut Morgen habe ich es selbst erlebt, dass Taulina Morgentau vergessen hat, Tau auf der Wiese vor dem Bienenhaus zu verteilen. Ich mache mir Sorgen um Taulina.“ „Ja“, sprach Bieniel mit sanfter Stimme. „Es hat sich schon im Kreise der Naturengel herumgesprochen. Tauriel hat heute mit Gott darüber gesprochen, und bis spätestens Abends soll es eine Lösung geben. Ich, Bieniel habe zu Gott und Tauriel gesagt, dass ich und Dein Bienenvolk insofern helfen können, dass wir Taulina mit genug Nahrung, Honig und Blütenstaub, versorgen. Taulina Morgentau ist schon sehr schmächtig.“ Honeya nickte und gab zur Antwort: „Ich teile schon seit längerer Zeit mein Frühstück mit Taulina, weil sie ja sonst nie was zu sich nehmen würde. Ich wollte ohnehin schon die Bienenkönigin fragen, ob ich zukünftig die doppelte Ration Honig haben darf, um Taulina mit zu versorgen, heute Abend, wenn wir im Bienenhaus beisammen sitzen, werde ich es tun. Heute macht Taulina einen Tagesausflug in die Stadt, zu ihrer Freundin und früheren Kollegin Regina Raindrop, und ich habe ihr, nachdem ich von der Bienenkönigin die Erlaubnis bekam, eine Extra-Ration Honig als Reiseproviant mitgegeben.“ Bieniel erschrak. „Was hast Du eben gesagt? Sie ist unterwegs in die Stadt? Herr des Himmels, hoffentlich schafft sie den Flug hin und zurück. Um in die nächstgelegene Stadt der Menschen zu gelangen, muss sie nämlich den großen See überfliegen, welcher die Welten der Naturwesen, und die der Menschen voneinander trennt. Nur Blubbliel, der Naturengel der Gewässer könnte kurzfristig eine Brücke errichten, aber dafür ist es wohl schon zu spät. Wenn wir nur wüssten, wo Taulina gerade fliegt!“ Honeya Bienopolus vergrub ihr Gesicht in ihren Händen und murmelte: „Ach Mist, den See habe ich komplett vergessen. Hätte ich Taulina nur davon abgeraten, diesen Ausflug anzutreten. Wie dumm von mir!“ „Mache Du Dir keine Vorwürfe. Sie wollte den Besuch einfach nur hinter sich bringen, weil sie nicht gerne in der Stadt ist. Jetzt können wir nur hoffen, dass sie heil am Abend wieder zurück kommt.“, erwiderte Bieniel, ehe er sich verabschiedete und versprach, am nächsten Morgen gleich nach dem Rechten zu sehen.
Langsam wurde es Abend. Die glühende Sonne versank hinter den Bergen des Feenlandes. Taulina Morgentau war gerade auf dem Weg zurück in den Feenwald, flog gerade über dem großen See. Eine Brücke über den gesammten See zu errichten, hätte Blubbliel, der Naturengel der Gewässer in so kurzer Zeit nicht geschafft, aber er bat Libella Regenbogen darum, Taulina Morgentau im Notfall zu helfen. Libella Regenbogen ist eine Fee, eine Vermittlerin und Verbündete, zwischen den Naturreichen im Wasser und an Land und erscheint, wie ihr Name schon sagt, als bunte Libelle.
Als Taulina Morgentau eine Weile über dem See flog, verließen sie langsam die Kräfte. „Ich kann bald nicht mehr! Ich muss irgendwo landen und Rast machen. … Aber wo nur? Nichts als Wasser.“, Dachte sie bei sich. Da tauchte plötzlich wie aus dem Nichts eine Insel mit Seerosen im Wasser auf. „Oh, was für ein Glück!“, jubelte Taulina, näherte sich der Insel, strich über die Blütenblätter einer der Seerosen und bat darum, auf ihr landen und rasten zu dürfen, was auch genehmigt wurde. Beinahe wäre Taulina während der Landung ins Wasser gefallen, aber jemand hielt sie fest, bis sie sicher auf der Seerose Platz genommen hatte. „Grüß Dich, Taulina Morgentau. Ich bin Libella Regenbogen und wurde Dir vom Naturengel der Gewässer, Blubbliel zur Seite gestellt, falls Du Hilfe brauchst. Es kommt auch gleich jemand, der Dich sicher nach Hause bringen wird. „Hab Dank, liebe Libella Regenbogen. Wer kommt mich abholen?“ Libella Regenbogen wollte gerade antworten, da hörte man ein rauschen in der Luft, und wenig später landete ein Schwan auf dem Wasser, direkt neben Taulina Morgentau. „Oh, ein Schwan!“, rief Taulina erfreut aus. Libella Regenbogen lächelte. „Ja, er wird Dich nach Hause bringen. Blubbliel hat ihn für Dich gesandt. Steige auf seinen Rücken, es ist höchste Zeit, dass Du nach Hause kommst. Schon bald wird es ganz dunkel sein.“ Taulina nickte, erhob sich von der Seerose, strich sanft ihre Blütenblätter glatt und schwebte auf den Schwan zu, landete geradewegs auf seinen Rücken. Nun konnte es losgehen, der Schwan erhob sich in die Lüfte, und es dauerte nicht lange, da ließen sie den See zwischen den Welten hinter sich. Kurz bevor es endgültig dunkel war, landete der Schwan mit Taulina Morgentau an einer Waldlichtung, wo Honeya Bienopolus und Engel Tauriel bereits auf sie warteten. „Endlich, da bist Du ja!“, rief Honeya erfreut aus und schloss die erschöpfte Taulina in ihre Arme. Kurz nachdem der Schwan Taulina sicher auf dem Waldboden abgesetzt hatte, flog er mit einem Rauschen wieder davon. Tauriel ergriff das Wort: „Liebe Taulina, Du wirst für ein paar Wochen ins Naturengelzentrum gebracht. Dort gibt es eine Abteilung, wo sich erschöpfte Naturwesen ausruhen, auftanken, und regenerieren können. In der Zeit, wo Du nicht da bist, werde ich Deinen Dienst übernehmen. Gott hat mich darum gebeten. Zudem habe ich erfahren, dass in der Schule des Naturengelzentrums gerade eine Ausbildung läuft, für Naturwesen, die sich dazu entschieden haben, in den Städten der Menschen unterstützend zu wirken. In wenigen Wochen werden die ersten, sogenannten Stadt-Naturwesen ausgebildet sein, und es kann dann durchaus sein, dass Regina Raindrop wieder hierher zurück kommt, um wieder mit Dir zusammen zu arbeiten. Es wird alles gut.“ Während Tauriel die tröstenden Schlussworte sprach, strich er Taulina Morgentau sanft durchs Haar. In diesem Moment brach es aus ihr heraus, Taulina Morgentau weinte bitterlich, so viele Tränen, dass man meinen könnte, es wären Tautropfen. All das, was sich in ihr angestaut hatte, kam jetzt heraus. Während Tauriel ihr noch immer beruhigend übers Haar strich, nahm Honeya Bienopolus Taulina in den Arm.
Honeya hatte gar keine Zeit mehr, sich mit Taulina über den Stadtausflug zu unterhalten. Taulina Morgentau wurde gleich, nachdem sie sich wieder etwas beruhigt hatte, mitgenommen, und ins Naturengelzentrum, in die vorgesehene Abteilung gebracht. Jeden Tag versorgte Engel Tauriel wie versprochen den Wald mit Tau und überbrachte der fleißigen Bienenelfe immer wieder Grüße von Taulina Morgentau. Wenige Wochen später kam Regina Raindrop in den Wald zurück, da eine der neu ausgebildeten Stadtfeen in die Stadt geschickt wurde, um Regina Raindrop‘s Aufgaben dort im Stadtpark zu übernehmen. Und da es noch etwas länger dauerte, bis Taulina Morgentau wieder ganz regenerriert war, arbeiteten Engel Tauriel und Fee Regina Raindrop als Team zusammen. Er lieferte ihr jeden Morgen den Tau vom Himmel, und sie verteilte ihn im Wald. Für Taulina Morgentau war es allerdings eine Überraschung, sie wusste noch gar nichts davon, dass Regina Raindrop wieder im Wald war. Taulina sollte erst davon erfahren, wenn sie von ihrer Erholungskur aus dem Naturengelzentrum wieder auf die Erde kam.
Schließlich war es soweit, Taulina konnte aus der Kurabteilung des Naturengelzentrums entlassen, und von Engel Tauriel zurück zur Erde, in den Feenwald gebracht werden. Inzwischen war es Herbst geworden, wobei die Luft noch mild war. Im Feenwald wurde nach der Ankunft von Taulina Morgentau ein großes Fest gefeiert. Die größte Überraschung für Taulina war aber nicht das Fest, sondern, dass Regina Raindrop tatsächlich wieder in den Wald zurückgekehrt war. Das war ein freudiges Wiedersehen, und ein freudiges Fest.
Nach dem Fest hieß es Abschied nehmen von Honeya Bienopolus. Über den Herbst und Winter verweilt die Bienenelfe im Naturengelzentrum, um sich zu erholen, Energiereserven aufzufüllen, damit sie ab dem nächsten Frühjahr wieder ganz und gar für ihre Schützlinge, die Bienen da sein kann.
Zwischen Himmel und Erde wirken und harmonieren die Lichtwesen und Kräfte der Natur. Dies ist nun das Ende einer abenteuerlichen Feengeschichte.

02.08.2018

Montag, 21. Mai 2018

Rosenbabys und Blumenelfen

Ein Meer von Rosenknospen,
noch so klein und zart.
Liebevoll nenne ich sie Rosenbabys.
Wo viele Blumen sind,
sind auch viele Blumenelfen.
Und so wächst in jeder dieser Knospen
eine kleine Blumenelfe,
eine Rosenelfe heran.